Berner Sennenhund Charakter und Wesen – Was macht den Berner Sennenhund aus?

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Was macht den Charakter des Berner Sennenhundes aus?

Gutmütig und gehorsam – Der Berner Sennenhund war einst Arbeitshund der Bauern

Als typischer Gebrauchshund ist der gutmütige Berner Sennenhund heute nur noch selten anzutreffen. Dabei war seine ursprüngliche Verwendung einmal das Bewachen von Haus und Hof, dem Treiben von Vieh und natürlich dem Ziehen von Karren, womit er den Bauern half, Waren und andere Lasten in die umliegenden Dörfer zu transportieren. Zwar hat die Moderne dies heutzutage überflüssig gemacht, dennoch betreiben viele Berner Sennenhund Freunde mit ihren Vierbeinern erfolgreich und mit Spaß Zughundesport, wofür der hübsche Vierbeiner ja geradezu prädestiniert ist.

Durch sein vorausschauendes Denken und den gutmütigen Charakter eignet sich der Berner heute aber immer noch für Aufgaben, die Eigeninitiative und Mitdenken erfordern. So wird er unter anderem als Rettungs- und Schutzhund eingesetzt und seine gute Nase hilft ihm bei der Fährtenarbeit.

Berner Sennenhund Charakter: loyal, treu, intelligent, anhänglich
Berner Sennenhund Charakter: loyal, treu, intelligent, anhänglich

Obwohl einige Rassevertreter einen kleinen Dickkopf haben und ausgesprochen stur sein können, lassen sie sich aufgrund ihrer Intelligenz und Gelehrigkeit meist gut trainieren. Sie sind insbesondere bei ihrem Menschenrudel sehr anhänglich, treu und folgsam.

Bei Fremden hingegen gibt der Berner Sennenhund erst mal wachsam Laut und kündigt diese an, wird jedoch nie aggressiv ihnen gegenüber, sondern bleibt stets freundlich.


Steckbrief Berner Sennenhund

  • FCI Gruppe 2/ Sektion 3 / Standard 45
  • Ursprungsland: Schweiz
  • Größe: Rüden 64-70 cm / Hündinnen 58-66 cm
  • Gewicht: Rüden 39-50 kg / Hündinnen 36-48 kg
  • Allgemeine Erscheinung: dreifarbig, langhaarig, stämmig, harmonisch
  • Lebenserwartung: 6-8 Jahre
  • Charakter/Wesen: Selbstsicher, wachsam, furchtlos, gute Führigkeit, gutmütig
  • Haarkleid: lang, glänzend, glatt oder leicht gewellt
  • Fellfarbe: Grundfarbe schwarz mit braunrotem Brand und weißen Abzeichen
  • Verwendung: Wach-, Treib- und Zughund (heute selten), Familienhund, Arbeitshund

Der große Berner Sennenhund und Familie – Geht das?

Und ob. Seine Eignung als Familienhund hat sogar entscheidend zu seiner großen Beliebtheit beigetragen und selbst Hundefreunde außerhalb Europas aufhorchen lassen. Der Berner Sennenhund liebt seine Familie, ist anhänglich und bisweilen sogar ein viel zu groß geratener Schoßhund, der sich seinen eigenen Proportionen nicht bewusst zu sein scheint. Aufgrund des sehr anhänglichen Wesens eignet sich der Berner darum auch keinesfalls für eine isolierte Haltung im Zwinger oder auf dem Hof. Er braucht unbedingt Familienanschluss, hat jedoch nichts gegen ein schönes Grundstück mit Garten, dass er bewachen und wo er toben kann. Schließlich liegt ihm das Bewachen im Blut und reichlich Auslauf mag der Sennenhund ebenfalls.

Familien mit Neugeborenen oder noch sehr kleinen Kindern sei allerdings von der Anschaffung eines Berner Sennenhund Welpen abgeraten. Der Wunsch, die beiden zusammen aufwachsen zu sehen ist verständlich, allerdings sind Berner Sennenhunde Spätentwickler und brauchen die ersten 18-24 Monate die volle Aufmerksamkeit ihrer Menschen, um erfolgreich erzogen und trainiert zu werden.

Besonders in der Flegelphase und Pubertät müssen seine Menschen Konsequenz und Durchsetzungsvermögen zeigen, wenn der Berner seine Grenzen auslotet. Mit kleinen Kindern im Haus kann der Hund hingegen unbeabsichtigt in seiner Erziehung vernachlässigt werden, was später natürlich ungewollte Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Berner Sennenhund Famlienhund?
Der Berner Sennenhund ist ein idealer Familienhund. Die Kinder in der Familie sollten allerdings nicht zu klein sein.

Was muss ich bei der Kombination Berner Sennenhund und Kinder beachten?

Auch wenn der Berner Sennenhund Charakter in seinen Grundzügen geduldig und kinderfreundlich ist, so darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich immer noch um ein Tier handelt, das nicht immer vollends eingeschätzt werden kann und stark von seinen Erfahrungen geprägt wird. Darum ist ein frühes Sozialisieren und Trainieren des Hundes, und insbesondere das Beibringen der Basiskommandos, unerlässlich.

Er sollte außerdem Kinder und Menschen jedes Alters möglichst früh kennenlernen und natürlich auch Artgenossen und weitere Tiere. Sozialisation und Erziehung sind wie bei jeder Rasse also das A und O, wenn es um die Eignung als Familienhund geht. Konnte der Berner Sennenhund viele positive Erfahrungen mit kleinen Zweibeinern sammeln, so ist er ihnen gegenüber oft sehr tolerant und nimmt sie bei Gefahr augenblicklich in Schutz.

Darüber hinaus ist es natürlich wichtig, dem eigenen Nachwuchs den respektvollen Umgang mit dem Berner Sennenhund beizubringen. Kinder sollten den Hund nicht in seiner Ruhe stören, auf ihm rumklettern oder ihm an den Ohren ziehen. Es sollten Tabuzonen eingerichtet werden, an dem der Vierbeiner nicht gestört wird, wie beispielsweise sein Schlafplatz. Ältere Kinder können und sollten in die Erziehung und das Training des Berner Sennenhundes mit einbezogen werden. Aber in der Regel sind diese eh mit Begeisterung bei der Sache, wenn es gilt, dem haarigen Freund Kunststücke beizubringen oder mit ihm zu toben und zu spielen.

Da der Berner Sennenhund ein großer und kräftiger Zeitgenosse ist, ist es zudem enorm wichtig, ihm früh beizubringen, niemanden vor Freude anzuspringen. Und wenn sich der Berner über eines freut, dann ist es seine Familie. Dieses Willkommensspringen kann jedoch einen gestandenen Erwachsenen umhauen. Ein Kleinkind hat vor den Liebesbeweisen des Vierbeiners da erst recht keine Chance. Ähnlich verhält es sich mit der Leinenführigkeit. Bis zu 50 kg, die enthusiastisch an der Leine zerren, sind kräftezehrend und sogar gefährlich. Ein Kind wird von einem ziehenden Hund schlicht und einfach hinterhergeschleift und ist unhaltbar, wenn er sich so richtig ins Zeug legt.

Große Pluspunkte bei seiner Eignung als Familienhund sind aber natürlich seine hohe Reizschwelle, das eher mittel ausgeprägte Temperament, das ruhige Wesen des Berner Sennenhundes, der sehr schwach ausgeprägte Jagdtrieb und die Tatsache, dass die Rasse keinen Hang zur Aggression hat. Bei Hund und Kindern in einem Haus, werden oft starke Bande geknüpft und die Sprösslinge erhalten einen Freund fürs Leben. Da der Berner gerne Karren zieht, würde es der Nachwuchs außerdem sicherlich spannend finden, wenn der Vierbeiner sie im Bollerwagen zum Kindergarten bringt oder es in dieser “Kutsche” auf einen Ausflug geht. So erhält der Hund eine sinnvolle Beschäftigung und die Kids haben obendrein ihren Spaß.


Eignet sich ein Berner Sennenhund als Therapiehund?

Der Berner Sennenhund bringt viele Eigenschaften mit, die für einen Therapiehund wichtig sind. Er ist gelehrig, anhänglich, freundlich, nicht aggressiv und hat sehr wenig bis gar keinen Jagdtrieb. Sein friedfertiges, ruhiges und ausgeglichenes Wesen sind weitere geeignete Attribute bei dem großen Schweizer. Er hat keinerlei Scheu vor Fremden und ist neugierig und offen.

Beste Voraussetzungen also, für den anstrengenden und verantwortungsvollen Job als Therapiehund. Es gehört allerdings noch mehr dazu:

  • Enge Bindung und absolutes Vertrauen zum Halter bzw. Ausbilder
  • Frühe Prägung nötig (je nach Einsatzgebiet z.B. auf Rollstühle, Menschen mit Behinderung und ähnliches)
  • Lehrgänge und Training für Hund und Halter Pflicht
  • Sehr menschenbezogen, aufgeschlossen und freundlich
  • Absoluter Gehorsam
  • Wesensfest und gutmütig
  • Bleibt ruhig, auch bei schnellen, hektischen Bewegungen, lauten Geräuschen oder ungeschickten Berührungen
  • Belastbar mit hoher Reizschwelle und Stresstoleranz

Soll der Berner Sennenhund als Therapiehund ausgebildet werden, machen Sie sich bewusst, dass dies Arbeit bedeutet (selbst wenn sie “nur” ehrenamtlich erfolgt) und diese ist nun mal anstrengend für Hund und Halter. In Einsatzgebieten, wie Altenheimen, Hospiz oder Krankenhaus, braucht der Berner seine volle Konzentration, muss Mitdenken und stets aufmerksam sein. In seiner Freizeit sollte darum ein lockeres Kontrastprogramm zum Arbeitsalltag geschaffen werden.

Natürlich kommt dem Berner sein hübsches Aussehen sehr gelegen bei der Arbeit mit Kranken, Behinderten oder Kindern. Trotz der stattlichen Größe wirkt er nämlich dennoch freundlich und das wunderbar lange und glänzende Fell macht ihn zudem noch herrlich kuschelig. Da ist jegliche Scheu schnell vergessen und die kleinen und großen Patienten öffnen sich dem Hund gerne.


Was ist besser, Berner Sennenhund Rüde oder Hündin?

Wer glaubt, bestimmte Eigenschaften und Wesenszüge bei seinem Berner Sennenhund zu erhalten, nur weil er sich für ein bestimmtes Geschlecht beim Welpenkauf entscheidet, liegt definitiv falsch. Charakterliche Unterschiede werden viel mehr durch Prägung, Erziehung und Sozialisation hervorgerufen, wenngleich gewisse Grundzüge, wie Selbstsicherheit und Freundlichkeit sicherlich bei allen Bernern vorkommen. Trotzdem kann bei falscher Erziehung auch der eigentlich liebste Hund Aggressionspotenzial entwickeln oder Jagdtrieb.

Wesen Berner Sennenhund Rüde oder Hündin?
Rüde oder Hündin kaufen? Charakterliche Unterschiede werden nicht durch das Geschlecht sondern durch Prägung, Erziehung und Sozialisation hervorgerufen.

Im Volksmund heißt es häufig, Hündinnen seien leichter zu trainieren und Rüden sind eher anhänglich bei ihren Menschen oder schneller aggressiv gegenüber anderen Rüden. Dies mag auf einige Rassevertreter zutreffen, aber eben nicht alle. Wer einmal gesehen hat, wie ernsthaft und verbissen Hündinnen kämpfen, wird vermeintlich schlimme Raufereien der Rüden nur müde belächeln. Dieses Kräftemessen ist nämlich meist weitaus harmloser.

Welche Charaktereigenschaften sich beim Berner Sennenhund also festigen und wie sich sein Wesen über die Pubertät hinaus entwickelt, ist von unterschiedlichen Komponenten abhängig, wie beispielsweise:

  • Sind die Welpen von einem guten Züchter? Hat dieser bereits mit der Sozialisation und Prägung begonnen?
  • Hatte der Berner bereits als Welpe Familienanschluss und Kontakt zu anderen Hunden in der Zuchtstätte?
  • Hat der Welpe in seinen ersten Wochen viele Eindrücke und Abenteuer erleben dürfen (Stadt, Wald, Wiese, Haushalt, verschiedene Geräusche, Tiere, Auto usw.)?
  • Wie hundeerfahren sind seine neuen Besitzer?
  • Welche Erziehung genießt er (Hundeschule)?
  • Sind seine Halter konsequent, streng, bestrafen ihn oder arbeiten mit positiver Verstärkung?

Inwieweit sich der Charakter des Berner Sennenhundes also festigt und ausprägt, liegt in erster Linie am Züchter und seinen Besitzern. Entscheiden Sie beim Besuch der Welpenkiste darum aus dem Bauch heraus oder lassen Sie sich vom Züchter beraten. Er kann Ihnen meist sehr präzise Auskunft über seine Schützlinge geben und weiß, wer der Boss im Rudel ist, wer eher zurückhaltend oder vorsichtig ist und wer gern den Klassenclown im Wurf gibt.

Gibt es Verhaltensänderungen meines Berner Sennenhundes während der Läufigkeit?

Der einzig wirklich prägnante Unterschied von Rüde und Hündin ist allerdings die Läufigkeit, die bei der Berner Sennenhündin meist zweimal im Jahr vorkommt. In dieser Zeit sollten Besitzer besonders vorsichtig sein, damit es zu keinem ungewollten Deckakt kommt. Die Hündin gehört darum beim Spazierengehen an die Leine und andere Hundebesitzer sollten gegebenenfalls auf die Umstände aufmerksam gemacht werden. Insbesondere, wenn deren Rüden unangeleint herumlaufen.

Im Haushalt gilt es hingegen einige Hygienemaßnahmen zu ergreifen. Wer einen Fliesenboden hat, kann kleine Blutströpfchen schnell und unkompliziert wegwischen. Ein spezielles Höschen für die Hündin verhindert dies aber falls gewünscht. Die Schlafstätte sollte waschbar sein oder mit Handtüchern abgedeckt werden, welche bei Bedarf in die Kochwäsche wandern. Einige Hundedamen putzen sich allerdings so viel in dieser Zeit, dass Sie kaum Spuren finden werden.

Das Verhalten kann sich natürlich ebenfalls in dieser Phase verändern. Einige Hundedamen ziehen sich zurück, schlafen viel oder werden sehr sehr anhänglich. Andere wiederum entwickeln einen Nesttrieb und beschützen plötzlich vehement Spielzeug oder andere Gegenstände. Einige werden mitunter sogar scheinträchtig und produzieren Milch. Eine Scheinträchtigkeit ist allerdings kein Grund zur Sorge und etwas vollkommen natürliches.

Was den Berner Sennenhund Rüden angeht, so drehen einige Kavaliere in dieser Zeit etwas durch und werden liebestoll. Sie folgen der Spur der läufigen Hündin, was besonders beim Gassigehen anstrengend sein kann. Zu Hause jaulen einige nach ihrer Liebsten oder versuchen gar in einem günstigen Moment auszubüchsen. Ein Grund mehr, warum Ihr Garten hundesicher und ausreichend hoch eingezäunt sein sollte. Sie glauben gar nicht, wie motivierend eine läufige Hündin sein kann, selbst wenn Ihr Berner eher zu den gemütlicheren Typen gehört.

Macht eine Kastration Sinn?

Nur bedingt. Für den Rüden gibt es beispielsweise eigentlich keine medizinische Indikation für diesen Eingriff. Unerwünschte Verhaltensweisen lassen sich dadurch nämlich nur teilweise oder gar nicht eindämmen. Ein Rüde, der bereits ausgewachsen und vollkommen geschlechtsreif ist sowie Erfahrung mit läufigen Hündinnen hat, kann selbst nach der Kastration noch Triebe zeigen und der Hündin nachstellen.

Wird der Rüde hingegen vor Erreichen der Geschlechtsreife der OP unterzogen, so gibt er sich den Damen gegenüber später oft neutral. Bedenken Sie allerdings, dass eine Kastration ein operativer Eingriff ist und somit immer mit Risiken verbunden ist.

Mehr Sinn macht eine Kastration hingegen bei der Berner Sennenhündin. Erfolgt sie vor oder nach der allerersten Läufigkeit, kann die Operation nachweißlich vor Gesäugetumoren, Gebärmutterentzündungen und anderen Krankheiten schützen.

Natürlich wird eine kastrierte Hündin auch nicht mehr läufig und verliert demnach kein Blut mehr. Rein aus Bequemlichkeit den Eingriff in Betracht zu ziehen wäre jedoch falsch. Siehe auch Negative Folgen Kastration auf der Seite Lebenserwartung.


Vorurteile gegenüber dem Berner Sennenhund

1. Der Berner Sennenhund lebt nicht lange

Ein Vorurteil, das keines ist, denn es stimmt leider. Trotz intensiver Zuchtbemühungen leben die Berner Sennenhunde momentan im Schnitt nur 7-9 Jahre. Ihre Lebensspanne wird häufig durch verschiedene Krebsarten drastisch verkürzt. Engmaschige Gesundheitskontrollen, genetische Tests und Zuchtwerte sollen in Zukunft helfen, die Langlebigkeit des Berner Sennenhundes zu verbessern.

2. Die Rasse ist träge

In den warmen Sommermonaten mag dies durchaus zutreffen, denn Hitze mag der Hund aus den Voralpen nun wirklich nicht. Hat Ihr Exemplar ohnehin ein eher gemütliches Naturell, so kann er in der heißen Jahreszeit tatsächlich etwas träge werden und lieber faul herumliegen, anstatt sich begeistert mit Ihnen zu beschäftigen. Wer schon einmal einen Berner in der kalten Winterzeit in Aktion gesehen hat, wird hingegen überrascht sein, wie bewegungsfreudig der schweizer Hund ist. Allerdings sei noch zu erwähnen, dass der langhaarige Berner körperlich nicht für Sportarten geeignet ist, die eine gewisse Wendigkeit und Schnelligkeit voraussetzen. Wer dennoch Hundesport mit seinem Sennenhund betreiben möchte, sollte eher ruhigere Sparten wählen, wie Obedience.

3. Der Berner Sennenhund bellt viel

Kommt darauf an. Natürlich gibt der Hund Laut, wenn er etwas Auffälliges entdeckt oder sich Fremde nähern. Es liegt eben im Wesen des Berner Sennenhundes, wachsam zu sein. Seine Stimme ist dabei tief und weniger aufdringlich als bei so mancher kleineren Rasse. Wie exzessiv das Bellen ist, hängt aber auch von der Erziehung des Hundes ab. Einen Eindringling melden ist eine Sache, partout nicht aufhören mit der Kläfferei eine andere. Hier müssen Frauchen und Herrchen eingreifen und ihm zu verstehen geben, dass sie das Sagen haben und die Situation übernehmen und handhaben.

4. Die Pflege des Berner Sennenhundes ist sehr aufwendig

Die schöne Haarpracht des Berners ist eines seiner Markenzeichen. Sie kann allerdings auch zur Belastung für das Tier werden. Nämlich immer dann, wenn seine Besitzer die Fellpflege vernachlässigen und sich nicht regelmäßig um ihren Schützling kümmern. Denn leider neigen Fell und Unterwolle stark zum Verfilzen, was eine eingeschränkte Luftzirkulation zur Haut zur Folge hat.

Diese ist aber zwingend nötig, damit der Hund im Sommer nicht überhitzt und im Winter die Körpertemperatur ebenfalls ausreichende reguliert werden kann. Mehr noch: Es kann zu unterschiedlichen Hauterkrankungen, wie Schuppen, Pilz oder Ekzemen kommen. Die Pflege und das regelmäßige Bürsten dürfen darum nicht unterschätzt werden. Je häufiger der Berner Sennenhund gekämmt wird, umso weniger Aufwand ist nötig. Wer hingegen nur einmal die Woche Bürste und Kamm zückt, muss sich nicht wundern, wenn er Ewigkeiten braucht, bis alle Knötchen und Verfilzungen entfernt sind.

Charakter und Wesen Berner Sennenhund
Inwieweit sich der Charakter und das Wesen des Berner Sennenhundes also festigt und ausprägt, liegt in erster Linie am Züchter und seinen Besitzern.

Berner Sennenhund Lebenserwartung: Wie lange lebt ein Berner Sennenhund?

Der Berner gehört zu den großen und schweren Hunderassen. Bei diesen liegt die Lebenserwartung deutlich unter dem Schnitt der kleineren Verwandten wie Chihuahua, Mops und Co. Sie leiden häufiger an Gelenkerkrankungen, was im Welpen- und Junghundealter unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Wildes Toben, Treppensteigen, Springen ins Auto und andere belastende Aktivitäten sind dringend zu vermeiden. Auch Krebs spielt bei der geringeren Lebenserwartung des Berner Sennenhundes eine wichtige Rolle. Schon Hunde ab 4 Jahren leiden und sterben an der tückischen Krankheit. Warum tumoröse Erkrankungen gerade bei dieser Rasse gehäuft vorkommen, ist nicht genau bekannt.

Auch Nierenerkrankungen sind leider auf dem Vormarsch. Züchter haben es sich darum zum Ziel gemacht, die Lebensspanne des Berner Sennenhundes durch gezielte Auslese und Auswertung zu verlängern.


Wie sieht ein Berner Sennenhund aus? – Kurzer FCI-Rassestandard

Allgemeines Erscheinungsbild:
– dreifarbig
– langhaarig
– kräftig und stämmig

Verhalten:
– wachsam und furchtlos
– anhänglich und gutmütig
– selbstsicher aber friedlich bei Fremden
– mittleres Temperament
– gute Führigkeit

Kopf:
– kräftig
– wenig vorgewölbt
– deutlicher Stop
– schwarzer Nasenschwamm
– schwarze Lefzen
– Scherengebiss (Zangengebiss wird toleriert)
– dunkelbraune Augen

Körper:
– horizontale Rückenlinie
– breite und tiefe Brust
– Bauchlinie leicht ansteigend
– buschige Rute
– kräftiger Knochenbau

Haarkleid:
– lang
– glänzend
– glatt oder leicht gewellt
– Schwarze Grundfarbe
– braunroter Brand (Backen, Läufe, Augen, Brust)
– weiße Abzeichen (Pfoten, Rutenspitze, Brust, Blesse)


Wie groß wird ein Berner Sennenhund?

Rüden werden in der Regel etwas größer und schwerer, als die Berner Sennenhündinnen. Ihre Widerristhöhe liegt bei 64-70 Zentimetern. Wohingegen es die Damen nur auf rund 58-66 Zentimeter bringen.

Trotzdem immer noch eine beeindruckende Größe. Im Idealfall verhält sich das Stockmaß zur Brusttiefe im Verhältnis 2:1. Wohingegen das Verhältnis von Höhe zur Länge ca. 9:10 betragen sollte. Der Berner ist nämlich eher ein kompakter Hund und nicht lang gestreckt.

Wie groß wird ein Berner Sennenhund?
Wie groß wird ein Berner Sennenhund?

Wie schwer wird ein Berner Sennenhund?

Das Gewicht eines Berner Sennenhundes liegt zwischen 36 – 50 Kilogramm. Hündinnen sind dabei oft etwas schlanker und kleiner. Bei dem Gewicht und der entsprechenden Größe versteht es sich von allein, dass der Hund früh im Grundgehorsam und der Leinenführigkeit trainiert werden sollte.

Außerdem sollte ein wachsames Auge auf die Ernährung des Berner Sennenhundes gelegt werden, denn bei zu wenig Bewegung und falscher Fütterung neigen die Schweizer zu Übergewicht. Dies wiederum ist schlecht für die Gelenke und den Rest des Bewegungsapparates.


Was ist typisch für den Charakter und das Wesen Ihres Berner Sennenhundes? Bitte beschreiben Sie Ihren Hund in einen Kommentar. Können Sie den Eigenschaften oben zustimmen? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

7 Gedanken zu „Berner Sennenhund Charakter und Wesen – Was macht den Berner Sennenhund aus?

  1. Unser Berner, ein fast achtjähriger Rüde, ist eher der Schmusehund, der sich seiner Größe gar nicht bewusst ist. Ihn nachts auszusperren würde für ihn eine Bestrafung bedeuten und er würde sich lauthals beschweren. Sein ruhiges und eher unterwürfige Wesen unseren Enkelkindern gegenüber entspricht ganz der Typbeschreibung. Sein eher faules Sommerverhalten wird im Winter und ganz besonders im Schnee mehr als ausgeglichen. Ihn zu zügeln, ist besonders in Zeiten läufiger Hundedamen ein kraftraubendes Vergnügen und bei ca 45 kg nicht für Kinder gedacht! Das er den Zustand seines Rudelführers immer im Auge hat und schnellstens Veränderungen erfaßt, hat mir im tiefen Wald nach einem massiven Hinterwandinfarkt sicherlich das Leben gerettet! 😍 Danke

  2. Im Großen und Ganzen kann ich dem Artikel zustimmen. Allerdings ist mein jetziger Berner Sennenhundrüde ein extremer Sturkopf und hartnäckig. Teilweise sehr schwer zu gängeln. Mein erster Bernerrüde war absolut pflegeleicht und leicht erziehbar, das kann ich von diesem nicht behaupten, auch wenn er genauso geliebt wird. Aber er wird erst 2, vielleicht wird er weniger stur sein, wenn er reifer ist. Trotzdem möchte ich ihn nicht missen in meinem Leben.

  3. Sehr gute Seite. Bin nun mehr als aufgeklärt, alle fragen die ich suchte wurden ausführlich beschrieben.
    Ich interessiere mich für eine Hündin, und wurde gewarnt , aber bei dem durchlesen dieser Seite bin ich nun beruhigt, mein Haus ist gefliest, die Kinder groß, der Garten eingezäunt.
    Ich freue mich riesig auf ein gemeinsames Leben , und wenn endlich der Winter kommt.
    Allen Lesern dieser Seite viel Glück und Freude

  4. wir haben einen fnfjährigen Rüden.eigentlich ist er sehr verschmusst.aber seid zwei Jahren hat er beissattacken.Aus dem nichts heraus fällt er uns an.Meinen Lebensgefährten und mich hat er ins Gesicht und Arme gebissen.Drei Bekannte vonns mussten auch dran glauben.Jetzt ist es so das jeder der zu Besuch kommt vorher anrufen muss damit wir vorher den Hund wegsperren können.Im Moment versucht er mich auszutricksen bzw. die Oberhand zu übernehmen.Entweder sitzt er mit hocherhobenen Kopf auf dem Sofa wo er weiss das er das nicht darf oder er sitzt im Flur und lässtt mich nicht aus dem Wohnzimmer raus.So geht das nicht weiter.Wir lieben ihn aber es muss was passieren.Hat jemand eine Lösung

  5. Jeder Hund ist ein Individium, genau wie ein Mensch.
    Unsere Hündin war der Beschützer unserer Famile, besonders bei meiner Frau und meiner Tochter.
    Keinerlei Aggresion, aber wachsam und furchtlos gegenüber Fremden.
    Unser jetziger Rüde ist in keinster Weise ein Wachhund, er ist ein gemütlicher kleiner Bär, der am liebsten von allen getreichelt wird, was in zum Liebling aller Kinder in unserer Nachbarschaft macht.
    Was allen mir bekannten Berner Sennen gleich ist:
    leicht zu führen, ein gelegentlicher Dickkopf invegriffen, kein Jagdtrieb, sozialverträglich gegenüber anderen Hunderassen. Lieben Spaziergänge bei jedem Wetter, die Nase ist nur am schnüffeln, jeder Grashalm wird beschnuppert, nur bei großer Hitze >25°C merkt man ihm sein dichtes Fell an.
    Verspielt, ob mit Menschen oder anderen Hunden, liebt Autofahren, auch lange Urlaubsfahrten, anpassungsfähig, kann sich mehrere Stunden mit sich selbst beschäftigen, ist ein vollwertiges Familienmitglied, der auch als solches behandelt werden will.
    Leider sehr anfällig für Krebs, kaum ein Berner wird älter als 10 Jahre.
    Der Berner ist ein Riese. Wenn dieser Hund geht, hinterlässt er eine riesiege Lücke und eine unvorstellbare Trauer. Dennoch würden wir nie eine andere Rasse nehmen.

  6. Diese Seite gefällt mir sehr gut!
    Unser Rüde wird bald zwei und tanzt mit 76cm und 60 Kilo etwas aus der Reihe, er ist aber nicht Übergewichtig oder dick.
    Habe lange Hunde Erfahrung und muss sagen er ersetzt meine anderen zwei. Sein Charakter sein Wesen ist ein Traum. Er ist schon ab und an sehr stur! Aber er ist ja doch noch jung und schusslig😄

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