Berner Sennenhund Pflege, Fellpflege

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Wie pflegeintensiv ist ein Berner Sennenhund?

Der langhaarige Berner Sennenhund mit seiner dichten Unterwolle haart eigentlich das ganze Jahr über. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst wird es Ihnen allerdings manchmal so vorkommen, als könnten Sie ganze Pullover aus den abgestoßenen Haaren stricken. Fellpflege beim Berner Sennenhund ist also Pflichtprogramm, und zwar mehrmals die Woche. Im Fellwechsel ist sogar jeden Tag die beste Variante, um dem Hund Erleichterung zu verschaffen und den Haushalt halbwegs haarfrei zu halten.

Daneben fallen noch weitere Aufgaben an, die teils am besten täglich (Zähneputzen) und manchmal nur alle paar Wochen (Krallenschneiden) oder gar Monate fällig sind (Baden).

Im Vergleich mit kurzhaarigen Hunderassen oder Vierbeinern ohne Unterwolle ist der Pflegeaufwand für den Berner sicherlich größer. Dies hängt allerdings auch davon ab, wie regelmäßig Sie sich Ihrem Vierbeiner und seinem schönen Fell widmen. Wer die Pflege allzu lang schleifen lässt, wird mit Knötchen und fiesen Verfilzungen bestraft. Besser, Sie zücken mehrmals die Woche für kurze Zeit Kamm und Bürste, oder es wird einmal die Woche Intensivpflege betrieben.

Berner Sennenhund Pflege
Berner Sennenhund Pflege: wie oft muss ich meinen Berner Sennenhund pflegen?

Warum die Berner Sennenhund Pflege so wichtig ist

Die regelmäßige Pflege Ihres Berner Sennenhundes sorgt nicht nur für ein tadelloses und wunderschönes Aussehen des Schweizers, sondern hat gleich mehrere Vorteile:

  • Es stärkt die Bindung zwischen Ihnen und dem Hund.
  • Beim Kämmen und Bürsten wird die Haut massiert, was nicht nur angenehm ist, sondern für eine gute Durchblutung sorgt. Besonders ältere Berner werden dies zu schätzen wissen.
  • Die Fellpflege beugt unschönen Verfilzungen vor und verhindert Juckreiz durch tote Haare, Schmutz und zu viel Unterwolle.
  • Durchkämmen bis runter zur Unterwolle gewährleistet eine gute Luftzirkulation bis auf die Haut, was im Sommer kühlend und im Winter isolierend wirkt.
  • Sie erkennen schnell Veränderungen von Haut, Fell, Augen und Co. und können entstehende Krankheiten früh und somit erfolgreicher behandeln.
  • Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit Ihres Berner Sennenhundes.
  • Sie ernten bewundernde Blicke für Ihren topgepflegten Vierbeiner.

Wie pflege ich meinen Berner Sennenhund optimal?

Sie sollten die Pflege Ihres Berner Sennenhundes immer ganzheitlich sehen und sich bewusst machen, dass Sie ihn damit gesund erhalten und zu einem glücklichen Hundeleben beitragen.

Denn wenn die Fellpflege auch den größten Teil der Pflegearbeit ausmacht, so dürfen Sie den Rest nicht vernachlässigen. Zu einem gepflegten Berner Sennenhund gehören ebenso tadellose Ohren, Augen, Maul, Zähne, Pfoten und die Krallen. Wer seinen Vierbeiner täglich auf Veränderungen und Auffälligkeiten hin untersucht, wird zudem schnell merken, wenn etwas nicht stimmt, und kann früher eingreifen. Widmen Sie darum immer dem ganzen Hund Ihre Aufmerksamkeit. Es bedarf nur ein paar Augenblicke, um einen Blick ins Maul zu werfen oder die Ohren zu inspizieren.

Damit die Beautybehandlung für alle nicht in puren Stress ausartet, sollte außerdem schon früh mit der Gewöhnung an Pflegerituale begonnen werden und der Berner alle Handgriffe schon als Welpe erleben und als positiv erfahren. So bleibt er später gelassen und nimmt nicht gleich Reißaus, wenn er die Bürste sieht.


Welche Grundausstattung benötige ich für die Pflege meines Berner Sennenhundes?

Sie werden ein wenig ausprobieren müssen, welche Pflegeutensilien für Sie und Ihren Berner Sennenhund am besten funktionieren. Sie sollten die Handhabung der jeweiligen Utensilien beherrschen und sich mit deren Anwendung wohlfühlen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich Geräte vom Fachmann zeigen oder überlassen die Arbeit gleich ganz den Profis.

  • Bürsten und Kämme nach Wahl (siehe unten)
  • Effilierschere
  • Schere mit abgerundeten Spitzen (z.B. für Pfotenpflege)
  • Flohkamm und Zeckenzange
  • Krallenzange
  • Zahnpflegeartikel
  • Rückfettendes Hundeshampoo
  • Vaseline/Fettcreme/Balsam für Ballenpflege
  • Waschlappen und Handtücher
  • Zellstoff, Baumwolltücher oder Küchenkrepp (z.B. für Augenreinigung)
  • Ggf. Rutschfeste Matte für die Badewanne

Welche Bürste für Berner Sennenhund?

Striegel Berner Sennenhund
Günstiger Universalstriegel

Sie werden vermutlich mit zwei oder drei Kämmen oder Bürsten beginnen und Ihre Pflegeausstattung nach und nach aussortieren, erweitern und schließlich Ihre Lieblinge finden. Folgende Fellpflegeartikel haben sich dabei bewährt und können für die Pflege Ihres Berners verwendet werden:

  • Grobzinkiger und feiner Kamm (gibt es auch als Kombi)
  • Striegel mit rotierenden Zinken gegen Verfilzungen
  • Waschstriegel als Hilfsmittel beim Baden
  • Zupfbürste
  • Entfilzer
  • Zweiseitige Bürste (harte und weiche Borsten)
  • Universalstriegel zum Entfilzen und Ausdünnen  (z.B. Universalstriegel von Trixie)

Gibt es sonst noch spezielle Hilfsmittel für die Pflege?

Sie können zudem auf kleine Helferlein aus dem Fachhandel zurückgreifen, wenn Sie den Berner Sennenhund pflegen. Sie sind nicht unbedingt nötig, können die Arbeit jedoch ein wenig erleichtern und sorgen teilweise für das kleine aber gewisse Extra:

  • Glanzspray (nach der Fellpflege auftragen und einbürsten)
  • Conditioner nach dem Shampoonieren sorgt für bessere Kämmbarkeit, Glanz und weiches Fell
  • Augenreinigungstücher
  • Ohrlotionen und Reinigungspads
  • Entfilzungsspray

Muss ich mit meinem Berner Sennenhund zum Hundefriseur?

Eigentlich nein. Als stolzer Besitzer eines Berner Sennenhundes sollten Sie sich mit der Pflege Ihres Vierbeiners vertraut machen und als Teil Ihrer Routine sehen. Der Züchter Ihres Welpen kann da viele wichtige und hilfreiche Tipps geben. Wer unsicher ist, kann aber natürlich die Profis im Hundesalon auf den Vierbeiner loslassen und sich bei dieser Gelegenheit viel abgucken bzw. zeigen lassen.

Einige Halter übernehmen auch gerne die groben Pflegearbeiten zu Hause und lassen den Friseur für den Feinschliff (z.B Trimmen) ran. Der Profi arbeitet dabei die besonderen Merkmale des Berners heraus und betont sie durch Stutzen und Nachschneiden. Andere Besitzer wiederum bringen den Berner zum Scheren in den Salon. Damit soll ihm in den Sommermonaten Erleichterung bei den steigenden Temperaturen verschafft werden. Doch das Scheren beim Berner Sennenhund ist nicht ganz unumstritten. Zu Recht.

Denn das Fell wächst hinterher häufig nie wieder so, wie es vorher war, da die Unterwolle durch das wiederholte Abrasieren noch dichter und üppiger wächst und dadurch sogar stärker zu Verfilzungen neigt. Außerdem sorgt mehr Unterwolle natürlich auch wiederum für mehr Wärmespeicherung bzw. Wärmestaus über der Haut. Darüber hinaus ist es Unsinn zu sagen, der Hund schwitze nicht so stark nach einer Schur. Hunde regulieren ihre Temperatur über das Hecheln und können gar nicht über die Haut schwitzen.

Viele Hundefriseure weigern sich darum auch, den Berner seiner schönen Haarpracht zu berauben. Viel besser ist es hingegen, die tote Unterwolle besonders in den Sommermonaten sorgsam auszukämmen, um eine freie Luftzirkulation zu gewährleisten. (Siehe hier) Denn die Länge des Fells ist gar nicht so entscheidend, um dem Berner etwas Abkühlung zu verschaffen. Solange die Haut atmen kann und nicht durch üppige Unterwolle blockiert wird, ist alles gut.


Wie oft soll ich meinen Berner Sennenhund baden?

Baden Sie den Berner Sennenhund nur so viel, wie unbedingt nötig. Wenn er 1-2 Male im Jahr in die Wanne hüpft, ist dies vollkommen ausreichend. Natürlich kann (und sollte) der Berner ebenfalls gebadet werden, wenn er mit giftigen Substanzen Kontakt hatte oder sich in Exkrementen, Aas oder anderen übel riechenden Dingen gewälzt hat.

Berner Sennenhund baden
Berner Sennenhund baden: weniger ist mehr!

Bei normalen Verschmutzungen, dreckigen Pfoten oder einem Schlammbad nach einem heftigen Regenschauer, reicht es meistens, den Berner einfach nur mit klarem Wasser abzubrausen. Sie können auch warten, bis der Dreck getrocknet ist und ihn anschließen gründlich ausbürsten.

Wie gehe ich beim Baden meines Berner Sennenhundes am besten vor?

  • Ein zuvor gekämmter Berner wird in der Wanne nicht allzu viele Haare verlieren.
  • Legen Sie alles bereit, was Sie für das Bad benötigen.
  • Platzieren Sie den Berner in der Wanne und stellen Sie die Wassertemperatur angenehm war, aber nicht heiß ein.
  • Eine rutschfeste Matte in der Wanne gibt dem Hund einen sicheren Stand.
  • Brausen Sie Ihren Vierbeiner gut ab. Beginnen Sie bei den Pfoten und arbeiten Sie sich langsam nach oben.
  • Mag Ihr Hund die Handbrause nicht, verwenden Sie einen großen Becher.
  • Nun geht es ans Einshampoonieren.
  • Wer mag, kann dazu eine Waschbürste benutzen. Diese massiert den Berner nicht nur, sondern bekommt auch lose Haare leichter aus dem Fell.
  • Achten Sie darauf, dass kein Wasser oder Schaum in Augen und Ohren gelangt. Für den Kopf können Sie einen Wachlappen benutzen.
  • Spülen Sie alles sorgfältig wieder aus.
  • Wenn Sie möchten, können Sie nun noch einen Conditioner auftragen, einwirken lassen und anschließend gut auswaschen. Dies gibt dem Berner-Haar Kraft, Geschmeidigkeit und Glanz.
  • Wer schnell ist, kann seinem Hund ein Handtuch umlegen, ehe er sich ausgiebig schüttelt. So sieht Ihr Badezimmer nach der Beauty-Behandlung nicht total eingesaut und nass aus.
  • Trocknen Sie den Berner Sennenhund so gut es geht mit Frotteetüchern ab, oder föhnen Sie ihn. Dies kann allerdings eine Weile dauern. Im Sommer kann der Vierbeiner auch einfach an der Sonne lufttrocknen.

Wichtig: Benutzen Sie immer nur rückfettende Shampoos und Pflegeprodukte für Hunde. Im Notfall geht ausnahmsweise auch ein mildes Babyshampoo.


Wie reinige ich die Ohren meines Berner Sennenhundes?

Ein gesundes Ohr reinigt sich normalerweise von selbst, ist rosig und geruchlos. Sie müssen also nur nachhelfen, wenn es wirklich nötig ist. Doch um zu wissen, wann Sie einschreiten müssen, sollten die Lauscher schon täglich kurz inspiziert werden. Immerhin kommt es bei Hängeohren schneller und häufiger zu Entzündungen oder einem Parasitenbefall, als bei den aufrechten Ohren anderer Rassen. Dies ist nicht zu letzt durch das eher feucht-warme Klima in den Ohren des Berner Sennenhundes geschuldet, da hier eine gute Ventilation nicht gegeben ist.

Pflege Ohren Berner Sennenhund
Wie pflege ich die Ohren meines Berner Sennenhundes?

So gehen Sie bei der Ohrenpflege am besten vor:

  • Tasten Sie das Ohr vorsichtig ab und entfernen Sie Zecken, Dornen, Gräser und Ähnliches.
  • Reinigen Sie die Ohrmuschel mit einem weichen Tuch. Dabei vom Gehörgang wegwischen.
  • Bei hartnäckigen Verschmutzungen können Sie den Lappen anfeuchten.
  • Hinterher wird alles gründlich abgetrocknet
  • Bei sehr viel Ohrenschmalz helfen spezielle Reinigungslotionen. Einfach hineinträufeln, einmassieren und den Hund alles durch Kopfschütteln wieder hinausbefördern lassen. Nachwischen und fertig!

Fallen Ihnen Veränderungen am Ohr auf, sollte ein Tierarzt einen Blick in die Hängeohren werfen. Zum Beispiel bei:

  • Rötungen
  • Wunden
  • Fremdkörper
  • Extrem viel Ohrenschmalz oder anderes schwarz-krümeliges Sekret
  • Parasitenbefall (auch, wenn Sie ihn vielleicht nur vermuten)
  • schlechter oder gar stinkender Geruch

Der Berner Sennenhund wird normalerweise eindeutig zeigen, wenn mit seinen Ohren etwas nicht stimmt. Er kratzt sich häufig, schüttelt den Kopf, hält ihn schief oder reibt ihn über den Boden. Hat Ihr Vierbeiner Gleichgewichtsprobleme oder Orientierungsschwierigkeiten kann eine schwere Entzündung oder ein starker Parasitenbefall (z.B. Ohrmilben) dahinterstecken.


Brauchen die Augen meines Berners auch Pflege?

Die Augen Ihres Berner Sennenhundes sind nicht wirklich pflegeaufwendig. Trotzdem bedürfen Sie regelmäßiger Aufmerksamkeit. Es kann sich Tränenflüssigkeit am Augenwinkel ansammeln, die nicht nur unschön aussieht, sondern den Hund auch irritieren kann. Wischen Sie Verkrustungen darum bei Bedarf mit einem weichen und fusselfreien Tuch ab. Sie können es auch anfeuchten oder verwenden spezielle Augenpads aus dem Tierfachhandel.

Bitte kontrollieren Sie bei der Gelegenheit das Auge gleich auf Veränderungen. Rötungen, ungewöhnlicher Ausfluss, Trübungen der Linse oder Verklebungen sollten tierärztlich abgeklärt werden. Und ganz wichtig: Niemals das gleiche Tuch für beide Augen benutzen! So können Keime übertragen werden.


Die Zahnpflege des Berner Sennenhundes

Zahnpflege ist enorm wichtig. Nur mit einem gesunden Gebiss kann sich der Berner Sennenhund wohlfühlen und ohne Schmerzen fressen. Am besten wird die Zahnpflege darum schon im Welpenalter trainiert, damit sich der ausgewachsene Berner die Prozedur später problemlos gefallen lässt und gut mitmacht.

Schauen Sie also täglich kurz ins Maul Ihres Hundes und achten Sie dabei auf Folgendes:

  • Fehlt ein Zahn oder ist einer abgebrochen?
  • Gibt es Zahnfleischentzündungen?
  • Ist das Zahnfleisch auffällig blass?
  • Sehen Sie gelbe Beläge?
  • Gibt es bereits dicken braunen Zahnstein?
  • Klemmt ein Fremdkörper/Essensreste zwischen den Zähnen?
  • Hat der Berner starken Mundgeruch?
  • Ist der Speichelfluss ungewöhnlich stark?

Stutzig werden sollten Sie auch, falls der Berner Sennenhund plötzlich das Futter verweigert oder viel kleinere Mengen frisst als sonst. Gehen Sie bei oben genannten Auffälligkeiten immer zum Tierarzt und lassen Sie ihn die Ursache vorsichtshalber abklären und beseitigen. Zahnstein wird beispielsweise unter einer kurzen Vollnarkose entfernt.

Sie sollten die Zahnpflege nicht auf die leichte Schulter nehmen, da Zahnstein oder Entzündungen im Mundraum im schlimmsten Fall zu Organschäden führen können. Bakterien und andere Keime können durch mögliche Entzündungsherde im Maul nämlich in die Blutbahn gelangen und sich so im Körper ausbreiten.

Wie kann ich die Zähne meines Berner Sennenhundes gesund erhalten?

1. Trainieren Sie bereits den Welpen an das regelmäßige Zähneputzen. Spezielle Bürsten und leckere Zahnpasten aus dem Tierfachhandel erleichtern das Schrubben, da es dem Berner “schmeckt” und er den Bürstenkopf eher im Maul akzeptiert. Zahnpasta für den menschlichen Gebrauch ist hingegen total ungeeignet. Unter anderem, da der Hund sie runterschluckt und nicht ausspucken kann.

2. Rohe Knochen, am besten noch schön fleischig, schmecken dem Vierbeiner nicht nur ausgezeichnet, sondern wirken wie eine natürliche Zahnbürste. Ein gebarfter Hund hat darum häufig weniger Zahnstein, als seine Artgenossen, die mit herkömmlichen Trocken- oder Nassfutter gefüttert werden.

3. Kausnacks, die speziell zur Zahnpflege entwickelt wurden, munden dem Berner und helfen gleichzeitig, die Beißerchen schön sauber zu halten. Sie müssen jedoch täglich gegeben werden, um einen Effekt zu erzielen. Ochsenziemer, Schweineohren oder Büffelhaut erfüllen ebenfalls diesen Zweck.

4. Es gibt außerdem noch Kauspielzeug, das bei der Zahnpflege des Berner Sennenhundes helfen soll. Dies sind beispielsweise Baumwolltaue oder Spielzeug mit verschiedenen Oberflächenstrukturen, wie Noppen, Kegeln, Rillen oder Kanten. Sie sollen neben Spaß und Abwechslung noch die Beißerchen des Berner Sennenhundes pflegen.

Zahnpflege Berner Sennenhund
Zahnpflege Berner Sennenhund: Kausnacks dienen der Pflege der Zähne

Was muss ich bei der Pfotenpflege meines Berner Sennenhundes beachten?

Die Pfoten sind den Witterungsbedingungen und den unterschiedlichsten Untergründen tagtäglich ausgesetzt. Da kann es sicher nicht schaden, ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, damit der Berner Sennenhund in seiner Bewegungsfreude nicht eingeschränkt wird.

Kontrollieren Sie darum täglich, ob Sie folgende Veränderungen feststellen:

  • Rissige oder spröde Ballen
  • Fremdkörper
  • Parasiten (gerne zwischen den Zehen, wo die Haut dünn und gut durchblutet ist)
  • Verletzungen
  • Krallen (zu lang, krumm, abgerissen, eingerissen)
  • grobe Verschmutzungen

Sind die Ballen sehr trocken, hilft ein Klecks Vaseline oder Melkfett, den Sie sanft einmassieren. Dazu sollten die Pfoten vorher gründlich gereinigt und von Dreck befreit werden. Eine solche Creme kann gerne auch im Winter vor und/oder nach den Spaziergängen vorbeugend und als Extraschutz vor Schnee und Eis aufgetragen werden.

In der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich außerdem, die Haare an den Pfoten etwas zu kürzen. So kann sich Schnee nicht so leicht dort festsetzen, gefrieren und zu Verletzungen und Schmerzen führen.

Um die Pfoten von Streusalz zu befreien, können sie mit ein wenig lauwarmem Wasser nach dem Spazierengehen kurz abgeduscht werden.

Pfoten Pflege Berner Sennenhund Winter
Pfoten Pflege Berner Sennenhund Winter: gerade im Winter werden die Pfoten durch Streusalz stark angegriffen!!!

Entdecken Sie eine kleine Wunde an der Pfote Ihres Berner Sennenhundes, sollte sie mit Wasser und Seife gründlich gereinigt und anschließend mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden. Eine Wundsalbe kann die Heilung positiv unterstützen. Achten Sie allerdings auf erste Anzeichen einer Entzündung. Da Verletzungen an den Pfoten schnell verschmutzen, kommen immer wieder Dreck und Keime in die Wunde. Die Pfote zu verbinden ist daher sinnvoll. Tritt keine Besserung auf, fahren Sie bitte zum Tierarzt.


Berner Sennenhund Krallen schneiden

Die Krallen wachsen bei dem Berner Sennenhund wie bei uns die Fingernägel nach und müssen daher von Zeit zu Zeit geschnitten werden wenn diese nicht durch Abrieb auf der Straße automatisch kürzer werden. Je öfter und vor allem regelmäßiger die Krallen geschnitten werden desto einfacher wird das Krallenschneiden.

Warum nutzen sich die Krallen nicht automatisch ab?

Wenn Ihr Berner Sennenhund viel auf Asphalt oder Bürgersteigen läuft dann ist die Abnutzung bedeutend größer als im Wald. Der Abnutzeffekt ist zusätzlich bei schweren Hunden größer als bei leichteren. Zusätzlich spielt die Hornqualität der Krallen eine Rolle. Hat der Berner Sennenhund ein sehr hartes Horn, dann nutzten sich die Krallen entsprechend langsamer ab. Auch bei älteren Berner Sennenhunden ist die Abnutzung der Krallen geringer durch den geminderten Bewegungsdrang. Manche Hunde haben zu wenig Auslauf und somit automatisch längere Krallen.
Die Abnutzung der Krallen hängt also ab von:
  • Untergrund (Asphalt, Wald)
  • Gewicht des Hundes (größere Hunde bessere Abnutzung als kleinere)
  • Hornqualität der Krallen (harte Krallen vs. weiche Krallen)
  • Dauer der täglichen Bewegung 

Warum ist das Schneiden der Krallen so wichtig?

Durch das Krallenschneiden:
  • …vermindert sich die Gefahr, dass der Berner Sennenhund sich die Krallen abreißt, bzw. abbricht
  • … ist das Laufen für den Hund bedeutend angenehmer. Wenn die Krallen kürzer sind biegen sich die Ballen beim Laufen nicht nach oben.
  • … entwickelt sich keine Fehlstellung. Werden Krallen nicht gekürzt so führt dies langfristig zu einer Fehlstellung der Fußknochen und Bänder zueinander und somit zu Schmerzen beim Laufen. Die Krallen schieben den Ballen in die falsche Stellung.
  • … bleibt Ihr schöner Boden von Kratzern durch zu lange Krallen verschont.

Wann sind die Krallen zu lang?

Die Krallen von Berner Sennenhunden sind definitiv zu lang, wenn beim Laufen hörbare Klickgeräusche der Krallen zu hören sind. Ideal ist ein Abstand von ca. 2 mm zum Boden. Als Test können Sie ein Blatt Papier nehmen und versuchen dieses unter die Krallen zum Ballen zu schieben. Ist das nicht möglich, dann sind die Krallen zu lang.
Der Hund sollte zuerst mit den Pfotenballen aufkommen und nicht mit den Krallen.

Wie erkenne ich bis wohin ich Schneiden darf?

In der Kralle verlaufen Nerven und Blutgefäße (das Leben). Diese dürfen auf keinen Fall angeschnitten werden. Je näher Sie den Blutgefäßen sind umso besser können Sie diese sehen. Das nicht durchblutete Horn ist der Teil der Kralle der abgeschnitten werden soll.
Häufig wird gesagt dass das Leben mit der Kralle mit wächst. Wenn die Krallen länger werden, wächst auch das Leben in der Kralle mit. Somit würde sich das Nagelbett zurückziehen wenn die Krallen regelmäßig gekürzt werden. Es gibt allerdings keine wissenschaftliche Studien die belegen dass das Nagelbett (Nerven und Blutbahnen) mit wächst. Es scheint also eher vom Hund abhängig zu sein und nicht von der Länge der Nägel.
So erkenne ich wie weit ich Schneiden darf:
Hellere Nägel ins Licht halten. Dort kann man gut das Krallenbett und die Blutgefäße sehen. Bei schwarzen Nägeln ist meistens nur das langsame Antasten möglich. Sobald der schwarze Punkt vom Blutgefäß kommt auf jeden Fall aufhören. Dann ist man eigentlich schon zu weit! Tipp: bei schwarzen Krallen mit einer Handylampe die Kralle durchleuchten. Wenn die Handylampe zu stark blendet, dann kann das Licht des Handys mit einem Taschentuch etwas diffuser gemacht werden. Mit dem Taschentuch blendet das Licht nicht mehr so stark.

Nicht vergessen: die fünfte Zehe (Wolfskralle)

Hunde besitzen an den Innenseiten ihrer Hinterläufe jeweils eine fünfte Zehe. Diese wächst in der Regel rund und berührt somit nie den Boden. Aufgrund dessen können hier auch keine typischen “Kratzgeräusche” entstehen.Deshalb sollte man den fünften Zehen eine gesteigerte Aufmerksamkeit widmen. Denn wenn diese nicht regelmäßig geschnitten werden, wachsen sie immer weiter, bis in die Haut hinein.Zudem kann der Labrador mit derart langen Krallen auch hängen bleiben, was unter Umständen zu schmerzhaften Verletzungen bis hin zum Abriss der Krallen führt.

Krallenschneiden ist nicht schwer – Wie schneide ich dem Berner Sennenhund die Krallen?

13 Tipps zum Krallen SchneidenWie soll ich dem Berner Sennenhund die Krallen schneiden? Wichtig sind etwas Übung und Feingefühl. Bitte verlassen Sie sich nicht blind auf den Abstandshalter der Krallenschere!
  1. Legen Sie sich alle Utensilien wie Krallenschere (Unsere Empfehlung: PetPäl Krallenschere ) , Notfallset (Seife, oder Blutungsstiller (Amazon) sowie Hundesocken (siehe Hundesocken bei Amazon ) bereit.
  2. Ein guter Zeitpunkt zum Krallenschneiden ist, wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren waren oder noch besser: Ihr Hund ist nach dem Spielen müde.
  3. Komfortable Position für den Hund einnehmen. Am einfachsten ist es wenn Ihr Berner Sennenhund  entspannt und ruhig liegt.
  4. Die Pfote sicher und fest halten. Nicht zu locker halten. Das gibt dem Hund Sicherheit.
  5. Verwenden Sie eine gute Lampe oder das Sonnenlicht damit Sie die Krallen gut sehen können. – Sind Sie schon älter und sehen eventuell nicht mehr so gut: Bitte kaufen Sie sich eine passende Tischlupe  (siehe z.B. Tischlupe auf Amazon.de)
  6. Hellere Nägel ins Licht halten. Dort kann man gut das Krallenbett und die Blutgefäße sehen. Bei schwarzen Nägeln ist meistens nur das langsame Antasten möglich. Sobald der schwarze Punkt vom Blutgefäß kommt auf jeden Fall aufhören. Dann ist man eigentlich schon zu weit! Tipp: bei schwarzen Krallen mit einer Handylampe die Kralle durchleuchten. Wenn die Handylampe zu stark blendet, dann kann das Licht des Handys mit einem Taschentuch etwas diffuser gemacht werden. Mit dem Taschentuch blendet das Licht nicht mehr so stark.
  7. Nicht loslassen wenn der Hund die Pfote wegziehen möchte
  8. Es darf nur an den verhornten Krallen geschnitten werden. Sie dürfen nur so lange schneiden wie Sie den verhornten Bereich sehen. Bitte verlassen Sie sich NICHT auf die Abstandshalter der Krallenschere! Die Krallenschere sollte waagerecht gehalten werden (siehe Video auf Youtube)
  9. Nicht schräg schneiden, sondern immer im rechten Winkel zur Wachstumsrichtung der Kralle.
  10. Mit der Krallenschere die Krallenspitze nur millimeterweise abschneiden damit Sie nicht zu weit schneiden!
  11. Vergessen Sie nicht die Wolfskralle an der Innenseite der Hinterläufe. Die Wolfskralle muss auch geschnitten werden.
  12. Ganz wichtig: selbst ruhig bleiben damit der Hund die Rückmeldung bekommt dass alles Ok ist.
  13. Zum Schluss sollte man den Berner Sennenhund ausgiebig loben und streicheln

Was mache ich wenn die Kralle beim Schneiden blutet?

Wenn Sie doch zu weit abgeschnitten haben, dann heißt es schnell handeln:
  • Verletzte Kralle in ein Stück weiche Seife stecken und kurz warten bis die Blutung aufhört
  • Die Seife dient auch als kleine Schutzschicht
  • Danach die verletzte Pfote mit einem Socken (siehe Hundesocken bei Amazon) schützen. Ansonsten würde sich die Seife sofort wieder lösen. Die Socke sollte ca. eine Woche getragen werden. Die Kralle sollte in den ersten Tagen geschützt sein damit sie sich nicht entzündet.
Wer statt Seife lieber einen Blutungsstiller für Hunde verwenden will der kann z.B. den Blutungsstiller von Interpet verwenden.

Welche Krallenschere ist für meinen Berner Sennenhund geeignet?

Es gibt viele Krallenscheren auf dem Markt. Unsere Empfehung: die PetPäl Krallenschere.Krallenschere für den Berner Sennenhund
Wichtig ist es dass die Schneiden der Schere wirklich scharf sind. Das Krallenschneiden tut dem Hund nicht weh wenn Sie eine scharfe Krallenschere verwenden und immer darauf achten nicht zu weit zu schneiden. Siehe Tipps oben.

Vorteile der PetPäl Krallenschere:
  • Die Schere ist scharf und liegt super in der Hand
  • Die Krallen werden sehr glatt abgeschnitten
  • Nur ein sehr geringer Kraftaufwand nötig
  • Wenig Geräusche beim Schneiden. Somit bleibt der Hund ruhig
  • Sicherheitsbügel, damit die Schere sicher aufbewahrt werden kann
  • Sehr schnelles und sauberes Arbeiten möglich
  • Auf für sehr stabile Krallen sehr gut geeignet
  • Mit der Krallenschere können Sie sich den Tierarztbesuch sparen
 Krallenschere in 2 Größen
Die PetPäl Krallenschere gibt es in den zwei Größen S und L. Mehr Infos zur Krallenschere auf Amazon.de