Berner Sennenhund Erziehung und Training – Tipps und Tricks

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Warum ist eine solide Erziehung für den Berner Sennenhund so wichtig?

Niemand möchte einen unerzogenen Vierbeiner halten, der ständig an der Leine zieht, die Inneneinrichtung in Ihrer Abwesenheit zerstört, dauernd kläfft oder in die Wohnung macht. Sie können allerdings nicht dem Hund die Schuld geben, wenn er sich nicht zu benehmen weiß. Es ist Ihre Aufgabe, den Berner Sennenhund zu erziehen und ihm mit Konsequenz aufzuzeigen, was er darf und welche Verhaltensweisen unerwünscht sind. Bei einem Welpen gelingt dies in der Regel schneller, als bei einem erwachsenen Hund. Doch selbst Senioren können durchaus noch erzogen bzw. umerzogen werden. Es dauert eben nur länger.

Die Vorteile eines guten Trainings und einer soliden Erziehung des Berner Sennenhundes liegen jedoch klar auf der Hand:

  • Der Berner lernt sehr gerne und arbeitet mit Freude mit seinem Besitzer zusammen
  • Sie werden ein besseres Hund-Halter-Gespann
  • Der Hund wird geistig ausgelastet und vor neue Herausforderungen gestellt
  • Das Zusammenleben wird durch Regeln erleichtert und harmonischer
  • Erziehung fördert die Kommunikation zwischen Hund und Halter
  • Der erzogene Berner Sennenhund genießt mehr Freiheiten, als untrainierte und unerzogene Vierbeiner
  • Ihr Hund ist überall gerne gesehen und weiß sich zu benehmen
  • Der Berner war ursprünglich ein Arbeitshund und freut sich auch heute noch über Abwechslung und eine Aufgabe
  • Er lernt, Ihnen als Rudelführer zu vertrauen und Sie zu respektieren
Berner Sennenhund Erziehung und Training
Die Vorteile eines guten Trainings und einer soliden Erziehung des Berner Sennenhundes liegen jedoch klar auf der Hand

Lernen leicht gemacht – Erziehungstipps für Ihren Berner Sennenhund

1. Optimales Lernumfeld

Wo es viele Ablenkungen gibt, lässt es sich nur schwer lernen. Training sollte darum stets in einer reizarmen Umgebung gestartet werden. Haben sich dort die gewünschten Erfolge eingestellt, sollten Sie in einer Umgebung mit mehr Abwechslung und Eindrücken weitermachen. Ihr Berner Sennenhund sollte begreifen, dass Ihre Kommandos immer und überall Gültigkeit haben, selbst wenn gerade etwas anderes Spannendes passiert.

2. Timing ist alles

Ihr Berner Sennenhund bezieht ein Lob oder auch Schimpfen immer auf die aktuelle Situation. Wenn Sie ihn beispielsweise schelten, weil er in Ihrer Abwesenheit die Lieblingssandalen zerlegt hat, bringt er diese zwei Dinge jedoch nicht miteinander in Verbindung. Hunde leben im Hier und Jetzt und nicht in der Vergangenheit. Darum ist punktgenaues Belohnen bei Erziehung und Training des Berner Sennenhundes von großer Bedeutung.

3. Geduld ist eine Tugend

Manchmal wird es viele Wiederholungen brauchen, bis der Berner verstanden hat, was genau Sie von ihm möchten. Werden Sie nicht ungeduldig oder gar wütend, wenn es mal nicht so klappt, wie Sie es gerne hätten. Keinesfalls sollten Sie den Hund schlagen! Brechen Sie das Training lieber ab und üben Sie später weiter, wenn die Gemüter sich beruhigt haben. Ein guter Rudelführer bleibt stets besonnen und zuverlässig. Keinesfalls verliert er die Nerven! Schließen Sie nach Möglichkeit das Training immer mit einem kleinen Erfolgserlebnis ab.

4. Halten Sie sich an die Regeln

Besprechen Sie vor Einzug des Berner Sennenhundes, was der Vierbeiner im Haus darf und was nicht. Soll er nicht in den Betten schlafen? Futter vom Tisch ist tabu? Bleiben Sie konsequent und machen Sie keine Ausnahmen. Auch nicht an Feiertagen (Ein bisschen Festtagsbraten gefällig?) oder bei anderen Begebenheiten. Ihr Hund ist nicht dumm und wird ein einmal gewonnenes Recht immer wieder einfordern. Dies lässt sich später nur schwer wieder korrigieren.

5. Loben, loben, loben

Mit positiver Verstärkung lernt es sich am besten. Dies mag ein Leckerchen sein, ein Spiel mit Ihnen, Streicheleinheiten, verbales Lob oder auch ein Lieblingsspielzeug. So macht das Training Spaß und Ihr Berner wird sich stets bemühen, mit Motivation mitzuarbeiten und es Ihnen recht zu machen. Natürlich darf der Hund aber auch auf sein Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden. Nicht mit Schlägen versteht sich, aber mit Körpersprache und Worten.

6. Übung macht den Meister

Einige Kommandos werden sicherlich auf Anhieb klappen, manche Erfolge stellen sich jedoch erst nach vielen Wiederholungen ein. Bleiben Sie am Ball! Unterteilen Sie komplexe Befehle oder Handlungen lieber in Teilabschnitte und feiern Sie kleine Zwischenerfolge. Gehen Sie erst zum nächsten Trainingsabschnitt über, wenn der vorangegangene Teil verinnerlicht wurde und gut klappt.

7. Die Körpersprache des Hundes verstehen

Lernen Sie, wann der richtige Zeitpunkt für das Training ist, indem Sie die Körpersprache Ihres Berner Sennenhundes deuten lernen. So holen Sie das Beste aus ihm heraus. Ist er gerade müde und lustlos? Wann ist er am motiviertesten? Es ist zum Beispiel unsinnig, den Vierbeiner extra für eine Lerneinheit zu wecken. Auch nach langen Gassirunden möchten viele Hunde lieber ruhen und sind nicht für Köpfchenarbeit zu haben.


Der Berner Sennenhund Welpe kommt endlich zu mir nach Hause – Womit sollte ich anfangen?

Kommt der Berner Sennenhund Welpe ins Haus, sind Aufregung und Freude riesengroß. So ein tapsiges Fellknäuel ist einfach zu süß. Doch Vorsicht: Der Niedlichkeitsfaktor sollte kein Freibrief sein, dass der Welpe tun und lassen darf, was er will. Die Erziehung des Berner Sennenhundes beginnt ab dem Tag des Einzuges. Aufgestellte Regeln gelten sofort und sollten mit Konsequenz durchgesetzt werden. Wer dem kleinen Welpen Unarten hin und wieder durchgehen lässt, bekommt später mit Sicherheit Probleme diese Verhaltensweisen wieder abzutrainieren.

Berner Sennenhund Welpen Erziehung
Die Erziehung des Berner Sennenhundes beginnt ab dem Tag des Einzuges. Aufgestellte Regeln gelten sofort und sollten mit Konsequenz durchgesetzt werden.

Nutzen Sie die sensible Welpenphase aus, denn so schnell und nachhaltig wie in dieser lernt der Berner nie wieder. Eine Zeit also, ihn viele positive Erfahrungen machen zu lassen und ihm die Regeln bei Ihnen zu Hause zu verinnerlichen. Womit Sie bei der Erziehung anfangen, ist nicht so wichtig. Meistens lernt der Welpe viele Sachen gleichzeitig: Seinen Namen, Stubenreinheit und das lockere Laufen an der Leine. Warten kann hingegen das Training zum Alleinbleiben, Kommandos und Tricks oder eine Hundesportart. Dafür ist nach der ersten Eingewöhnung noch reichlich Zeit.


Wie lernt der Berner Sennenhund seinen Namen?

Wenn der Name des Hundes gerufen wird, so wollen Sie als Besitzer in der Regel seine Aufmerksamkeit erlangen. Zum Beispiel, um danach ein Kommando zu geben. Es ist enorm wichtig, dass der Berner Sennenhund seinen Namen kennt und darauf reagiert. Nur so können Sie seine volle Konzentration immer und überall auf Sie lenken. Dies ist besonders von Bedeutung, wenn Ihr Vierbeiner ohne Leine laufen darf.

Trainieren Sie den Berner zunächst im Haus, wo es wenig Ablenkungspotenzial gibt. Halten Sie kleine Belohnungshappen bereit oder ein begehrtes Spielzeug. Rufen Sie Ihren Hund nun freudig beim Namen. Dabei ist es unerheblich, ob er den Namen vom Züchter behält, oder Sie ihn umbenannt haben. Die Vierbeiner sind in der Regel schnell in der Lage sich umzugewöhnen. Schaut der Berner Sennenhund interessiert zu Ihnen herüber, gibt es sofort die Belohnung in Form von Futter oder einer Spieleinheit. Auch gleichzeitiges verbales Loben sollte dabei nicht vergessen werden.

Wiederholen Sie dies immer wieder über den Tag verteilt. Schnell wird dem Hund klar, dass beim Klang des Namens etwas sehr Angenehmes folgt. Natürlich macht dieses Training wenig Sinn, wenn gerade etwas anderes Spannendes passiert oder es vor kurzem erst Futter gab. Obwohl manche Berner so verfressen sind, dass eine kürzliche Mahlzeit womöglich wenig ins Gewicht fällt.

Üben Sie die nächsten Tage und Wochen immer wieder. Nach einer Weile dürfen die Leckerchen allerdings immer weniger werden und nur noch ab und zu erfolgen. Damit Ihr Berner später auch auf Zuruf reagiert, selbst wenn es keine Belohnung gibt. Hört er einmal nicht auf seinen Namen, so rufen Sie nicht immer und immer wieder. Dies kann dazu führen, dass dieses Wort bedeutungslos für den Vierbeiner wird und er später nicht mehr darauf reagiert. Probieren Sie es lieber später noch einmal.


Wie wird mein Berner Sennenhund stubenrein?

Sie können entscheidend mit beeinflussen, wie schnell Ihr Berner Sennenhund stubenrein wird. Wenn Sie konsequent bleiben, ist diese Erziehungsmaßnahme in kürzester Zeit geschafft. Trotzdem ist es immer auch ein wenig typabhängig. Einige Vierbeiner begreifen etwas schnell, andere brauchen ein bisschen mehr Übung. Doch keine Sorge: Jeder Welpe wird irgendwann stubenrein. Mit diesen Tipps klappt es bestimmt:

1. Hundetoilette

Einige Halter bieten ihren Welpen beim Einzug eine Toilette an, wo der Vierbeiner sich lösen darf. Normalerweise wird dazu eine saugfähige Unterlage ausgelegt, wie etwa Zeitungspapier oder spezielle Trainingspads für Hunde. Dies wird manchmal jedoch aus Bequemlichkeit heraus gemacht, damit Herrchen oder Frauchen nachts nicht aufstehen müssen oder der Welpe im Notfall einen Platz für sein Geschäft hat, wenn gerade keine Zeit für den Hund ist. Bedenken Sie allerdings, dass der Berner sehr schnell wächst und seine Hinterlassenschaften irgendwann nicht mehr gerade klein sind. Geruchsbelästigungen sind vorprogrammiert und Sie müssen regelmäßig alles wegwischen. Zudem könnte es schwierig werden, dem Berner wieder abzutrainieren, sich im Haus zu erleichtern.

2. Regelmäßige Gassizeiten

Ein Welpe braucht noch nicht so ausgiebige Spaziergänge, wie später der ausgewachsener Berner Sennenhund. Dafür sollten Sie aber regelmäßig für kürzere Runden vor die Tür gehen. Etwa alle 2 bis 3 Stunden am Tage wäre optimal. Je häufiger Sie beide sich draußen aufhalten, umso höher ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass Berner Rüde oder Hündin dort das Geschäft verrichtet. Wenn es passiert, machen Sie ruhig einen Freudentanz und loben Sie hinterher mit einer kleinen Belohnung oder Streicheleinheiten. Der Hund wird lernen, dass Sie sich freuen, wenn er Bächlein und Haufen draußen erledigt und sein Verhalten genau richtig ist. Keine Panik: Nachts müssen Sie nicht alle zwei Stunden raus. Trotzdem können ein oder zwei kürze Ausflüge in den nächtlichen Garten nicht schaden. Also Jacke über den Schlafanzug anziehen und raus an die frische Luft.

3. Erkennen Sie auffälliges Verhalten

Lassen Sie Ihren Hund in den Garten oder gehen Sie raus, wenn:

  • der Welpe sich vor die Haus- oder Gartentüre setzt und dort wartet
  • er intensiv am Boden oder an Ecken schnüffelt
  • Anstalten macht, sich hinzuhocken
  • der Hund unruhig wird oder winselt
  • er rastlos in der Wohnung herumläuft und die Nase immer wieder zum Boden wandert

4. Feste Fütterungszeiten einhalten

Wer seinen Berner Sennenhund Welpen immer zu gleichen Uhrzeiten füttert, der sorgt dafür, dass sich auch der Kotabsatz zu gewissen Zeiten einpendelt. Sie können sich anfangs notieren, wann Ihr Vierbeiner sein großes Geschäft verrichtet und später die längeren Spaziergänge danach ausrichten oder die Fütterungszeiten gegebenenfalls verschieben.

5. Zeiten, zu denen der Berner Welpe eigentlich immer muss

  • Nach dem Fressen
  • Morgens nach dem Aufwachen und nach Nickerchen
  • Nach dem Spielen

Wie verhalte ich mich richtig, wenn mein Berner Sennenhund Welpe doch mal ins Haus macht?

Kommt darauf an, ob Sie ihn inflagranti erwischen oder das Malheur bereits passiert ist. Wenn Sie sehen, wie sich Ihr Berner Sennenhund hinhocken will oder einen Platz zum Beinchen heben sucht, so sagen Sie laut und bestimmt “Nein” oder “Pfui”. Heben Sie ihn hoch (falls er nicht bereits zu schwer geworden ist) oder leinen Sie ihn an und bringen sie den Kleinen in den Garten oder vor die Türe. Warten Sie, bis er sein Geschäft vollendet, und loben Sie ihn.

Wenn Sie hingegen Bächlein oder Häufchen im Haus entdecken, ohne den Hund auf frischer Tat zu ertappen, so schimpfen Sie nicht mit dem Berner Sennenhund. Hunde beziehen Lob oder Tadel immer auf die aktuelle Situation und der Welpe wird Ihre Schelte nicht mit der Vergangenheit (also dem In-die-Wohnung-machen) verbinden. Wischen Sie einfach alles kommentarlos weg. Am besten, während der Hund in einem anderen Raum ist und Sie dabei nicht beobachten kann.

Bitte stupsen Sie ihn niemals mit der Nase in den Kothaufen! Dies ist eklig und gemein und kann den Geruchssinn des Hundes stark schädigen. Übertriebenes Schimpfen oder Schläge (egal ob Sie ihn erwischen oder nicht) sind vollkommen unangebracht und erziehen den Berner Sennenhund nicht zur Stubenreinheit, sondern sorgen allenfalls dafür, dass er sich fortan generell nicht mehr traut sein Geschäft in Ihrer Anwesenheit zu verrichten und sich an der Leine nicht mehr lösen kann oder sich im Haus bessere Verstecke sucht, wenn er mal muss.


Für entspannte Spaziergänge an lockerer Leine – So wird Ihr Berner Sennenhund leinenführig

Leinenführigkeit beim Berner Sennenhund ist enorm wichtig. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Schweizer als ausgewachsener Hund rund 50 kg auf die Waage bringen kann. Wer da entspannte Spaziergänge machen möchte, sollte seinem Vierbeiner darum besser Manieren an der Leine beibringen.

Berner Sennenhund Welpe an die Leine gewöhnen
Für entspannte Spaziergänge an lockerer Leine – So wird Ihr Berner Sennenhund leinenführig

Ein ziehender und zerrender Welpe mag ja noch zu handhaben sein, bei einem erwachsenen Berner werden die Gassirunden allerdings schnell zum Kraftakt, wenn der Hund bestimmen möchte, wo es langgeht. Sie gehen mit Ihrem Vierbeiner spazieren und niemals umgekehrt.

1. Beginnen Sie das Training zur Leinenführigkeit beim Berner Sennenhund in einer reizarmen Umgebung mit wenig Ablenkung

2. Zeigen Sie dem Berner Welpen die Leine und loben Sie ihn, wenn er diese neugierig beschnüffelt.

3. Befestigen Sie die Leine am Halsband und lassen Sie den Hund das Anhängsel eine Weile hinter sich herziehen, damit er versteht, dass von der Leine keine Gefahr ausgeht. Dies ist sehr wichtig, denn sollten Sie die Leine in einer Notsituation oder aus Versehen einmal fallen lassen, darf der Berner keine Angst vor ihr haben. Ansonsten könnte er erschrocken und in Panik durch die Gegend laufen und sich oder andere verletzen.

4. Wenn Sie die Leine nun in die Hand nehmen und losgehen, sind einige Welpen sehr übermütig, werfen sich in Halsband oder Geschirr und ziehen und zerren, um dahin zu kommen, wo es interessant riecht oder es etwas zu entdecken gibt. Sobald die Leine auf Spannung steht, bleiben Sie jedoch sofort auf der Stelle stehen. Nach ein paar weiteren Zerrversuchen wird sich Ihr Berner schließlich verwundert umschauen, wieso es nicht weitergeht. Dies ist der Moment, indem Sie weitergehen. Allerdings wechseln Sie die Richtung. So lernt der kleine Berner Welpe, dass er sich an Ihnen orientieren muss und er mit Ziehen an der Leine keinesfalls vorwärtskommt.

5. Andere Vierbeiner hingegen mögen es gar nicht, an der Leine zu laufen und in ihrem Radius eingeschränkt zu sein. Solche Welpen bleiben einfach stur sitzen oder stemmen sich gegen die Leine. Machen Sie bitte nicht den Fehler und ziehen Sie an der Leine, um den Welpen zum Weitergehen zu bringen. Dies kann die Abneigung gegen diese noch zusätzlich verstärken. Liebevolle Überzeugungsarbeit bringt weit besseren Erfolg. Locken Sie den Hund mit Worten, einem Spielzeug oder einem beliebten Leckerbissen. Loben Sie ihn ausgiebig, wenn er schließlich mitgeht.

6. Auch zwischendurch darf ruhig gelobt werden, wenn die Leine locker durchhängt und Ihr Berner Sennenhund neben Ihnen hertrabt.


Wie bringe ich meinem Berner Sennenhund bei, hin und wieder allein zu sein?

So gern Sie Ihren Berner Sennenhund vermutlich um sich haben, so ist es natürlich nicht immer möglich, ihn überall hin mitzunehmen. Dementsprechend muss Ihr Vierbeiner lernen, auch mal eine Zeit lang ohne Sie zu sein.

Als Rudeltier gefällt dem Hund dies natürlich gar nicht und die wenigsten nehmen es darum ohne Protest in Kauf, wenn sie alleine gelassen werden. Wer allerdings behutsam vorgeht und den Berner langsam daran gewöhnt, wird später keinerlei Probleme haben. Werfen Sie Ihren Vierbeiner also nicht ins kalte Wasser, sondern gehen Sie wie folgt vor:

1. Verlassen Sie hin und wieder kurz den Raum oder gehen Sie anderweitig außer Sichtweite. Zunächst wird Ihr kleiner Berner Ihnen noch tapsig überall hin folgen, er merkt allerdings schnell, dass nichts Aufregendes passiert und Sie sowieso immer zurückkommen. Das gibt Sicherheit.

2. Dehnen Sie die Zeitintervalle nach und nach aus

3. Schließen Sie nun ab und an die Zimmertüre. Quittiert Ihr Berner Sennenhund dies mit Jaulen, Bellen oder Kratzen an der Türe, warten Sie auf jeden Fall ab, bis er sich beruhigt hat, und gehen Sie erst dann wieder zu ihm. Ansonsten lernt er, dass sein “Rufen” Sie zurückholen kann und wird immer lautstark protestieren.

4. Erklären Sie von Anfang an bestimmte Räume für tabu. Einige Halter lassen den Hund wegen der umherfliegenden Haare beispielsweise nicht in die Küche oder erklären das Schlafzimmer zur Sperrzone. Eine gute Alternative ist das Badezimmer, in das Sie eh ab und an mal für ein paar Minuten verschwinden müssen.

5. Stresst es Ihren Berner Sennenhund, wenn Sie sich zum Rausgehen fertig machen, Handtasche nehmen, Schuhe und Mantel anziehen oder die Haustürschlüssel einstecken? Er ist natürlich nicht dumm und weiß, dass dies Anzeichen sind, dass er gleich alleingelassen wird. Nehmen Sie ihm die Ängste, indem Sie manchmal einfach so zu den Autoschlüsseln greifen oder sich die Jacke anziehen, ohne jedoch das Haus zu verlassen. Diese Handlungen werden den Berner schon bald nicht mehr stressen.

6. Wenn Sie nun tatsächlich raus gehen, halten Sie die Verabschiedung kurz und knapp.

7. Bleiben Sie nicht vor der Haustüre stehen. Ihr Berner Sennenhund kann verdammt gut riechen und hat hervorragende Ohren. Er wird merken, dass Sie dort rumstehen. Gehen Sie also lieber eine kurze Runde spazieren.

8. Wenn Sie herausfinden möchten, was Ihr Berner Sennenhund in Ihrer Abwesenheit so treibt, so können Sie eine Webcam aufstellen und den Hund vom Laptop oder Telefon aus beobachten. So sehen Sie, ob er ruhig bleibt und vielleicht döst, oder er unruhig und nervös durch die Wohnung tigert oder möglicherweise gar jault und bellt.

9. Betreten Sie das Haus erst wieder, wenn alles ruhig ist. Solange drinnen gejammert wird, sollten Sie besser warten. Dies könnten Sie ebenfalls mit der Webcam überprüfen.

10. Begrüßen Sie Ihren Hund, machen Sie aber keine große Szene. Schließlich soll es das Normalste der Welt werden, dass Sie hin und wieder nicht verfügbar sind und er alleine bleiben muss.

Übrigens: Sie können Ihrem Berner Sennenhund das Alleinsein erleichtern, wenn Sie ihn ansonsten während Ihrer Anwesenheit angemessen auslasten und ihm Ihre Aufmerksamkeit schenken. Die Stunden der Einsamkeit machen Sie ihm hingegen angenehmer, wenn er eine Beschäftigung hat. Ein lecker gefüllter Kong, ein Lieblingsspielzeug, ein kniffliges Intelligenzspielzeug oder ein saftiger Kausnack sorgen für Ablenkung.

Wie lange kann ein Berner Sennenhund alleine bleiben?

Die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander. Klar sollte sein, dass ein Welpe die ersten Wochen der Eingewöhnung so gut wie gar nicht alleingelassen werden sollte. Dies kann Urängste wecken und den kleinen Vierbeiner zutiefst verstören. Darum wird von Züchtern auch immer empfohlen einen Teil des Jahresurlaubs zu nehmen, wenn der Berner Sennenhund Welpe bei seinen neuen Besitzern einzieht. Anschließend können die Zeitintervalle ohne seine Zweibeiner nach und nach ausgedehnt werden. Von ein paar Minuten bis zu ein paar Stunden. Länger als 4-5 Stunden am Stück sollten es aber nach Möglichkeit nicht sein. Wenn Sie berufstätig sind und Ihr Vierbeiner 8 Stunden und länger alleine zu Hause verbringen muss, sollten Sie einen Hundesitter oder Gassiservice in Erwägung ziehen. Es gibt auch Hundekrippen oder fragen Sie Freunde/Bekannte, ob sie bereit wären, auf den Hund aufzupassen. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass es nicht artgerecht ist, den Berner Sennenhund stundenlang allein zu lassen. Er ist nicht nur sehr einsam, sondern kann sich auch nicht lösen und sein Geschäft verrichten. In Ausnahmesituationen ist es natürlich in Ordnung, wenn Ihr Berner mal 6 Stunden oder länger warten muss, zur Gewohnheit sollte und darf dies jedoch nicht werden.


Soll ich mit meinem Berner Sennenhund in die Hundeschule gehen?

Hundeschule für den Berner Sennenhund
Hundeschule für den Berner Sennenhund: unbedingt zu empfehlen!

Insbesondere Anfängern ist eine Hundeschule sehr ans Herz zu legen. Bei der Erziehung des Berner Sennenhundes kann viel schief laufen und ein Trainer kann Ihnen massig Tipps und Hilfestellungen geben, damit Ihr hübscher Schweizer ein wohlerzogener Vierbeiner wird, der überall hin mitgenommen werden kann.

Meist wird mit einer Welpenspielstunde begonnen, in der Ihr Berner Sennenhund auf viele andere gleichaltrige Vierbeiner trifft. Dies ist hervorragend, denn es trägt viel zu einer guten Sozialisation des Hundes bei, wenn er Kontakt zu seinen Artgenossen hat. Schließlich werden Sie beide auf Spaziergängen immer wieder anderen Vierbeinern begegnen.

Achten Sie darauf, dass es im Welpenkurs trotz allen Tobens und Spielens geordnet zugeht. Die Hunde sollten langsam miteinander vertraut gemacht werden und nicht einfach abgeleint und aufeinander losgelassen werden. Dies kann bei einigen Vierbeinern zu Verunsicherung und Ängsten führen. Wenn Sie da nur am Rand stehen und zusehen, wird Ihr Berner Sennenhund wohl oder übel versuchen, alleine mit der Situation klarzukommen und lernt, dass er sich auf Sie als Rudelführer nicht verlassen kann, der ihm eigentlich zur Seite stehen und Rückhalt geben sollte. In wilden Raufereien werden schließlich die Kräfte gemessen und diese “Kämpfe” können sich für eine gute Sozialisation eher nachteilig auswirken. Bei späteren Hundebegegnungen wird Ihr Berner sich nicht an Ihnen orientieren, sondern ebenfalls die Situation selbständig versuchen zu regeln.

Training Berner Sennenhund Hundeschule
Frau geht mit ihrem Berner Sennenhund ohne Leine Fuß

Besonders positiv ist, wenn in den Welpenkursen auch ältere Hunde zugegen sind. So lernt Ihr kleiner Berner sich bei den älteren Semestern zu benehmen und bekommt ein paar Regeln von den Senioren mit auf den Weg. Die jüngeren Kameraden sind hingegen zum Toben da. Außerdem werden bereits erste Kommandos im Kurs spielerisch vermittelt und Sie und Ihr Hund werden ein gutes Gespann. Im besten Fall lernen Sie beide eine Menge und Ihr Berner geht mit einem gestärkten Selbstbewusstsein aus den Welpenspielstunden hervor.

Was kommt nach der Welpenspielstunde?

Ein Junghundekurs ist besonders für pubertierende Berner Sennenhunde geeignet, die bei Herrchens Kommandos gerne auf Durchzug schalten und liebend gern ihre Grenzen austesten. In dieser Sturkopfphase braucht es ganz besonders viel Geduld, aber auch Konsequenz. Um diese Zeit erfolgreich zu überstehen, können sich Herrchen und Frauchen viele hilfreiche Tipps in der Hundeschule holen und vertiefen bzw. perfektionieren die Grundkommandos. Es gibt viel Abwechslung und reichlich Beschäftigung für Körper und Köpfchen. Und gemeinsam mit anderen Vierbeinern zu lernen macht gleich doppelt Spaß.

Einen Kurs für erwachsene Hunde können Sie mit Ihrem Berner Sennenhund besuchen, wenn dieser bisher noch nicht viel gelernt hat oder unerwünschte Verhaltensweisen zeigt. Dies ist oftmals bei Notfallhunden der Fall, die lange auf ein neues Zuhause warten mussten oder als Notfall aus dem Ausland kamen. Zwar lernen ältere Hunde nicht mehr so rasch, wie ihre jungen Artgenossen, doch lassen Sie sich nicht verunsichern. Ihr Berner Sennenhund kann auch als ausgewachsener Vierbeiner noch eine ganze Menge lernen. Es braucht nur vielleicht etwas länger.

Einzelunterricht kann hingegen für einige Berner und ihre Herrchen genau das Richtige sein, wenn:

  • der Besitzer keinen Unterricht in der Gruppe möchte
  • es Verhaltensauffälligkeiten, Unarten oder andere Probleme beim Hund gibt, an denen gearbeitet werden muss
  • das Training besonders intensiv sein soll
  • andere Vierbeiner den Berner Sennenhund stressen oder er schlecht sozialisiert ist
  • der Berner sich bei Ablenkung schlecht konzentrieren kann
  • Sie Training bei sich zu Hause bevorzugen oder dort gezielt an Problemen arbeiten möchten

Das Angebot einer Hundeschule ist jedoch vielfältig und nicht nur auf die Basiskurse beschränkt. Es gibt Workshops, Social Walks, Erste-Hilfe-Kurse für Hundehalter, Seminare, Turniere und Hundesport und vieles mehr. Wer mag, kann die Begleithundeprüfung mit seine Berner Sennenhund ablegen. Insbesondere, wenn Sie planen eine Sportart mit Ihrem Vierbeiner auszuüben. Da ist die Prüfung meistens sowieso Pflicht.

Konsequenz Erziehung Berner Sennenhund
Konsequenz ist bei der Erziehung des Berner Sennenhundes wichtig!

Welche Vorteile habe ich als Halter von einer Hundeschule?

  • Sie lernen die Körpersprache Ihres Hundes zu verstehen und diese richtig zu deuten
  • Viele wertvolle Tipps, besonders als Hundeneulinge sind diese oft Gold wert
  • Lernen in der Gruppe bringt mehr Spaß
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Hundebesitzern
  • Korrekter Umgang mit Ihrem Hund, und wie Sie ihn richtig anleiten
  • Tipps und Tricks, wenn es mal nicht so klappt, wie Sie möchten
  • Wie Sie Basisbefehle richtig vermitteln
  • Knüpfen von neuen Kontakten/Freundschaften
  • Großes Kursangebot erweitert nicht nur den Horizont Ihres Hundes, sondern Ihren gleichermaßen
  • Und nicht zuletzt: Spaß mit Ihrem Berner Sennenhund und eine verbesserte Bindung

Was ist Klickertraining und wie bringe ich meinem Berner Sennenhund das bei?

Das Klickertraining basiert auf dem Prinzip der positiven Verstärkung. Jedes Verhalten des Hundes, das gewünscht ist oder auch nur annähernd in die richtige Richtung geht, wird mithilfe eines Knackfrosches, dem sogenannten Klicker, akustisch untermalt und es folgt kurz darauf ein Belohnungshappen. Da Sie zu Beginn viele Leckerlis benötigen, empfiehlt es sich, diese von der Tagesration abzuziehen oder nur sehr kleine Häppchen bereitzuhalten. Am besten ist eine Leckerei, die speziell für Erziehung und Training des Berner Sennenhundes reserviert ist. So bleibt der Vierbeiner motiviert und freut sich auf die Arbeit mit Ihnen.

Nehmen Sie also den Klicker und die Leckerchen und schon kann es losgehen. Die erste Aufgabe besteht darin, dem Berner Sennenhund zu verdeutlichen, was das “Klick” des Knackfroschs eigentlich bedeutet. Nämlich: “Fein, hast du gut gemacht!”

  • Rufen Sie Ihren Berner zum Training bzw. erlangen Sie seine Aufmerksamkeit.
  • Nun wird der Knackfrosch gedrückt.
  • Irritiert den Berner das Geräusch zunächst, halten Sie den Klicker hinter den Rücken oder stecken Sie ihn in die Hosentasche, um es zu dämpfen.
  • Nach dem Klick wandert die Hand zu der Belohnung und wird dem Hund überreicht.
  • Wiederholen Sie dies täglich ein paar Male über mehrere Tage hinweg.
  • Es entsteht die Verknüpfung Klick = es folgt etwas Angenehmes (Futter oder wahlweise auch ein Spiel o.Ä.).

Ihr Berner Sennenhund hat das Prinzip verstanden? Prima, ab jetzt gibt es die Belohnung nicht mehr einfach nur so. Falls Ihr Hund bereits ein Kommando beherrscht (z.B. Sitz) sollten Sie dies nun geben und den Klicker betätigen, wenn der Vierbeiner richtig reagiert und sich hinsetzt. Natürlich gibt es wieder eine Leckerei im Anschluss.

Schnell wird dem Berner klar: “Wenn ich etwas mache und es folgt ein Klick, war es genau richtig.” Wurde das Prinzip einmal verstanden, sind klickererfahrene Hunde meist nicht mehr zu bremsen. Sei agieren mit den unterschiedlichsten Gegenständen und bieten Lösungsvorschläge an, um dem Knackfrosch ein Klicken zu entlocken. Sie als Besitzer belohnen dabei zunächst jedes noch so kleine Verhalten, das in die gewünschte Richtung geht. Ihr Hund soll sich in einen Koffer setzen? Ein Klick gibt es zu Beginn schon für das Ansehen des Koffers, das Beschnuppern oder Anstupsen.

Vorteile von Klickertraining

  • Die menschliche Stimme unterliegt Schwankungen. Der Knackfrosch macht hingegen ein immer gleiches Geräusch
  • Durch das Belohnungsprinzip bleiben Motivation und Spaß auf einem hohen Level
  • Fördert die Kreativität des Hundes und sorgt für geistige Beschäftigung
  • Körperkontakt ist nicht notwendig, darum eignet sich das Training auch für scheue oder verhaltensgestörte Hunde
  • Eignet sich für jegliches Training und auch die Erziehung des Berner Sennenhundes. Von den Basiskommandos über Hundesport oder erlernen von Tricks.
  • Da es nur ein paar Leckerchen und des Klickers bedarf, kann das Training überall stattfinden.

Tipp: Hunde Clicker-Box

Hunde Clicker BoxDie Berner Sennenhund-Erziehung wird mit einem Klicker wesentlich einfacher. Mit dieser Art Knackfrosch sind Sie blitzschnell in der Lage Ihrem Berner Sennenhund ein Feedback zu geben.

Dank der 36 in sich geschlossenen Übungseinheiten auf Trainingskarten können Sie immer und überall mit Ihrem Berner Sennenhund clickern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fordert gleichzeitig Körper und Geist des Hundes.

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Was ist in der Box?

Clicker: Dank dem beigelegten extra leicht zu bedienenden Clicker, steht dem sofortigen Training nichts im Weg.

Begleitbuch: Hier werden die wichtigsten Grundlagen erklärt und die häufigsten Fragen zum Clickertraining erklärt.

36 Trainingskarten: Ob Clicker-Basics (5 grüne Karten), Grunderziehung (14 gelbe Karten) oder Tricks (17 blaue Karten): auf jeder Karte eine neue Übung – Schritt für Schritt erklärt.

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Die Hunde-Clickerbox ist für Einsteiger ein tolles Gesamtpaket, mit dem man den leichten Einstieg ins Clickern findet.

Clickern ist durchaus auch für ältere Hunde geeignet und macht Tier und Halter Spaß, wenn man die Fortschritte so gut beobachten kann. Die Konditionierung auf den Clicker geht relativ schnell und darauf kann gut aufgebaut werden.

Die enthaltenen Karten sind robust und in einem handlichen Format. Der mitgelieferte Clicker ist für den Anfang in Ordnung – später empfehle ich den mitgelieferten Klicker durch einen Klicker mit Armband zu ersetzen.

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Aller Anfang ist gar nicht so schwer: So bringen Sie Ihrem Berner Sennenhund die Grundkommandos bei

Einige Basiskommandos sollte der Berner Sennenhund auf jeden Fall beherrschen. Sie sind unerlässlich für die tägliche Kommunikation und vereinfachen das Zusammenleben enorm. “Sitz” und “Platz” sind dabei oft die ersten Befehle, die der Welpe lernt. Später können sie mit weiteren Kommandos kombiniert werden, zum Beispiel mit “Bleib”. Den Befehl “Aus” sollte der Berner hingegen auf jeden Fall im Schlaf beherrschen. Egal, was er gerade im Maul hat oder womit er sich beschäftigt: Bei “Aus” sollte er sofort davon ablassen. Dies kann ein anderer Hund sein, eine Person, Futter, das Sofakissen oder ein Giftköder. Natürlich ist es von Vorteil und wünschenswert, wenn Ihr Berner Sennenhund zudem perfekt abrufbar ist. Sprich: Er sollte auf Zuruf des Kommandos “Komm” zuverlässig zu Ihnen kommen, egal wie groß die Ablenkung gerade ist.

Sie können Ihrem Vierbeiner die Befehle auf unterschiedliche Arten beibringen. Einige bevorzugen von Anfang an die Klickermethode, andere nutzen Stimme oder Handzeichen. Auch die Hundepfeife wird manchmal gern zum Training des Berner Sennenhundes eingesetzt. Kombinationen aus diesen Möglichkeiten sind ebenfalls denkbar. Hundeschulen handhaben dies teilweise unterschiedlich und Sie sollten eine Methode wählen, mit der Sie sich wohlfühlen.

Mit den folgenden Tipps lernt Ihr Berner Sennenhund seine ersten Kommandos bestimmt. Halten Sie schmackhafte Belohnungshappen bereit und machen Sie sich gemeinsam an die Arbeit. Viel Erfolg!

Kommando Sitz

Diesen Befehl lernen die meisten Berner mit nur wenigen Wiederholungen. Zunächst sollten Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes erlangen, indem Sie ihn beim Namen rufen (siehe oben) und sich vor ihn stellen. Zeigen Sie ihm eine kleine Leckerei, die er jedoch (noch) nicht bekommt. Führen Sie die Hand mit dem Leckerbissen auf seine Schnauze zu und langsam über seinen Kopf hinweg. Da der Vierbeiner den Happen nicht aus den Augen lassen will, wird er sich in den allermeisten Fällen hinsetzen, um weiterhin Blickkontakt zu halten. Berührt sein Hinterteil den Boden, sagen Sie laut “Sitz” und überreichen die Belohnung. Falls Ihr Berner nicht Sitz macht, sondern stattdessen rückwärts geht, starten Sie noch einmal von vorne.

Kommando Platz

Beherrscht der Berner Sennenhund zuverlässig das Sitz, so haben Sie die perfekte Ausgangsposition, um den nächsten Befehl, nämlich “Platz” zu üben. Bringen Sie den Berner Sennenhund dafür zunächst erneut ins Sitz und präsentieren Sie wieder eine leckere Belohnung in Ihrer hohlen Hand. Senken Sie diese vor dem Hund langsam Richtung Boden. Ihr Vierbeiner wird vermutlich mit seiner Nase an Ihrer Hand kleben, um herauszufinden, wie er an den Happen kommen könnte. Auf dem Fußboden angekommen, ziehen Sie die Belohnung vom Hund weg. Wenn nun alles gut läuft, wird sich der Berner langmachen, und wie von allein in die Liegeposition übergehen. Einige Kandidaten bevorzugen es jedoch, aus dem Sitz aufzustehen und lieber der Hand hinterher zu gehen. In diesem Fall sollte der Berner sich zunächst wieder setzen und Sie starten erneut mit der Übung. Geben Sie erst den Befehl Platz, wenn Ihr Vierbeiner perfekt liegt und nicht etwa noch einige Zentimeter über dem Boden “schwebt”.

Kommando Bleib

Dieses Kommando ist unerlässlich und kann im Zweifelsfall sogar überlebenswichtig sein für den Hund. Beispielsweise, wenn er an einer vielbefahrenen Straße warten muss oder Sie aus einem anderen Grund den Vierbeiner gerade allein lassen müssen. Ihr Berner kann dabei in jedweder Position warten: Im Sitz oder Platz oder auch im Stand. Dies ist Geschmackssache. Natürlich sollte der Hund dabei verstehen, dass ein “Bleib” immer gilt, egal, in welcher Position er sich gerade befindet.
Am Anfang sollte die Übung sehr kurz gehalten werden. Geben Sie den Befehl “Bleib” und warten Sie ein paar kurze Augenblicke ab. Rührt sich Ihr Berner Sennenhund nicht vom Fleck, so gibt es eine Belohnung. Schließlich gehen Sie einen Schritt weiter und entfernen sich nach dem Befehl ein wenig vom Hund und/oder Sie warten etwas länger. Sie können anschließend auf den Vierbeiner zugehen, um das Warten für beendet zu erklären oder Sie rufen ihn zu sich. Ziel des Trainings ist es, dass der Berner stets so lange wartet, bis Sie das Kommando für aufgehoben erklären. Dehnen Sie die Zeitintervalle und Distanz immer weiter aus und gehen Sie am Ende sogar außer Sichtweite.

Kommando Aus

Hierbei soll der Berner Sennenhund lernen, dass er sofort von etwas ablassen soll, was sich in seinem Maul befindet. Dies kann ein Gegenstand sein, das Bein des Postboten, ein unterwegs aufgelesener vermeintlicher Leckerbissen, die Designerschuhe oder die Hausaufgaben der Kinder. Aus heißt: “Stop! Lass das sofort los!” Ein Zerrspiel oder Apportieren eignet sich hervorragend, um diesen Befehl dem Hund zu vermitteln. Rangeln Sie um eine Beute oder werfen Sie einen Ball und geben Sie irgendwann das Kommando “Aus”. Lässt Ihr Vierbeiner freiwillig von der Beute ab, so loben Sie ausgiebig und reichen gegebenenfalls eine Belohnung. Anschließend geht es sofort weiter mit dem Spiel. Ihr Berner wird merken, dass er keinen Nachteil davon hat, wenn er einen Gegenstand herausrückt. Im Gegenteil. Als Austausch erhält er nicht nur eine Leckerei, sondern das Spiel mit Herrchen oder Frauchen geht auch gleich weiter.

Kommando Komm

Dieser Befehl ist meistens sehr schnell vermittelt. Anfangen sollten Sie trotzdem in einer reizarmen Umgebung. Also zunächst im Haus oder Garten. Rufen Sie den Berner Sennenhund immer mit “Komm”, wenn etwas Angenehmes oder ganz Spannendes ansteht. Also beispielsweise, wenn Sie vorhaben mit ihm zu spielen oder Gassi zu gehen. Aber auch, wenn Besucher kommen, er in den Garten darf, es Futter oder ei Leckerli gibt und viele weiter Situationen. Ihr Hund wird sehr schnell begreifen, dass “Komm” stets mit etwas Tollem verbunden ist und es sich lohnt, Folge zu leisten. Üben Sie das Kommando schließlich auch in Wald und Flur, der Hundeschule oder der Stadt. Wer seinen Vierbeiner verständlicherweise erst von der Leine lassen möchte, wenn er perfekt abrufbar ist, kann für das Training mit dem Berner Sennenhund eine Schleppleine verwenden.

Kommando Nein

Eine extra Trainingseinheit brauchen Sie für diesen Befehl nicht anzusetzen, denn Sie müssen Ihren Vierbeiner schon inflagranti erwischen, um ihm beizubringen, dass Sie nicht gutheißen, was er gerade macht. Doch keine Sorge: Ihr Berner Sennenhund wird bei seiner Eingewöhnung sicherlich einiges unternehmen, was er zukünftig zu unterlassen hat. Insbesondere, wenn er als Welpe zu Ihnen kommt. Er darf nicht ins Bett? “Nein!” Er kaut an den Zimmerpflanzen? “Nein” Er durchwühlt den Mülleimer? “Nein”. Sagen Sie das Kommando laut und bestimmt und nutzen Sie zur Verdeutlichung ruhig auch eine angemessene Körpersprache. Bauen Sie sich vor dem kleinen Berner auf, stemmen Sie die Hände in die Hüften und geben Sie, wenn Sie mögen, ein Handzeichen. Bleiben Sie konsequent, damit Ihr Vierbeiner die Hausregeln lernt und verinnerlicht.


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