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Berner Sennenhund Urlaub


Die Urlaubszeit ist nicht nur die schönste Zeit für uns Menschen. Auch der Vierbeiner liebt es, sein zweibeiniges Rudel den ganzen Tag um sich zu haben und spannende Dinge zu erleben oder neue Orte zu entdecken. Wen es dabei in die Ferne zieht, der möchte den Berner Sennenhund in der Regel gerne mit in den Urlaub nehmen. Schließlich ist er ein vollwertiges Familienmitglied.

Doch was gibt es alles zu bedenken, ehe Du nun die Koffer packst und in den Urlaub aufbrichst? Braucht der Hund ebenfalls Reisegepäck? Was gehört dort hinein? Was darf auf keinen Fall fehlen und wie kommen alle entspannt ans Ferienziel? Natürlich ist es nicht immer möglich, dass Dein Berner Sennenhund mit in den Urlaub kann. Auch dafür solltest Du einen Plan parat haben.

Mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub fahren.
Mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub fahren: die schönste Zeit des Jahres zusammen genießen.

Bevor Du nun also online buchst oder das nächste Reisebüro aufsuchst, beantworte folgende Fragen:

  • Wohin soll die Reise gehen?
  • Wie sind die Bestimmungen für Hunde vor Ort (Hunde am Strand erlaubt, Maulkorbpflicht etc.)?
  • Gibt es spezielle Einreisebestimmungen?
  • Wie erreichen wir das Ferienziel? Ist die gewünschte Reiseart für den Hund akzeptabel oder zu stressig?
  • Wird der Berner Sennenhund schnell reisekrank oder verträgt Autofahren nur schlecht?
  • Gibt es hundefreundliche Unterkünfte/Hotels für Berner Sennenhunde am Urlaubsziel?
  • Was müssen wir alles für den Berner Sennenhund einpacken (siehe weiter unten)?
  • Gibt es gesundheitliche Gefahren für den Hund (z.B. Mittelmeerkrankheiten, spezielle Zeckenarten)
  • Gibt es einen Tierarzt in der Nähe und spricht er eine Sprache, die wir verstehen?
  • Wenn das Ferienziel zu weit weg ist: Wer kann auf den Berner Sennenhund aufpassen?
  • Sind alle Impfungen auf dem aktuellsten Stand (Tollwut wichtig!)?
  • Gibt es das gewohnte Futter im Urlaubsland oder muss es mitgenommen werden?

Wie gewöhne ich meinen Berner Sennenhund an eine Transportbox und das Fahren im Auto?

Eine Transportbox ist für viele das Mittel der Wahl, wenn es um den sicheren Transport des Berner Sennenhundes geht. Fest installiert in einem Kofferraum ist sie ideal als Unterbringung für die Fahrt.

IATA Flugbox für Berner Sennenhund
Wenn Du mit dem Flugzeug verreisen musst, dann ist eine IATA-Flugbox vorgeschrieben. Hier die passende Flugbox finden.

Auch im Flugzeug ist sie ein unbedingtes Muss, denn der schöne Schweizer ist definitiv zu groß für Kabine. Doch wie gewöhne ich meinen Berner Sennenhund an die Transportbox? Eines vorweg: Am besten fängst Du mit der Gewöhnung bereits im Welpenalter an und bietest die Box beispielsweise als Schlafplatz an. So ist sie später ebenfalls ein ruhiger und sicherer Rückzugsort, an dem sich der Hund wohlfühlt, egal, wo die Kiste gerade steht.

  1. Stelle die Transportbox mit weit geöffneter Tür in der Wohnung auf. Sicherlich wird Dein Berner das neue Objekt neugierig begutachten.
  2. Beherrscht Dein Vierbeiner das Klickern, kannst Du den Forscherdrang mit dieser Trainingsmethode positiv unterstützen.
  3. Mache die Box interessant. Ein paar kleine Leckereien hineinlegen oder ein neues Spielzeug und schon wird die Sache spannend.
  4. Angsthasen kannst Du zu den gewohnten Fütterungszeiten den vollen Napf in die Kiste stellen, um sie zu überzeugen.
  5. Loben, loben, loben, wenn der Berner in der Transportbox ist. Hat er sie gar zum Schlafen akzeptiert, ist die Hälfte geschafft.
  6. Schließe die Türe für wenige Augenblicke. Bleibt der Vierbeiner ruhig, ausgiebig loben.
  7. Wird er hingegen nervös, beruhige ihn mit Worten und warte einen Moment ab, ehe Du ihn wieder hinauslässt.
  8. Ab nun wird die Tür immer ein bisschen länger geschlossen. Verlasse auch ab und an den Raum für ein paar Minuten.
  9. Du kannst die Transportbox nun an verschiedenen Orten aufstellen, damit der Berner lernt, dass die Kiste nicht immer nur am gleichen Platz steht.
  10. Hunderampe für den schmerzfreien Einstieg ins Auto.
    Hunderampe für den schmerzfreien Einstieg ins Auto.

    Stelle die Box in den Kofferraum. Damit der Berner einen leichten Einstieg hat, verwende am besten eine Hunderampe. Welpen können auch hinein gehoben werden.

  11. Für den Anfang reicht es, wenn der Hund ein paar Augenblicke in der Box bleibt. Schließe die Box ruhig, wenn der Berner ruhig bleibt.
  12. Klappt Ein- und Aussteigen problemlos, schließe beim nächsten Mal die Transportbox und die Kofferraumklappe. Fahre allerdings noch nicht los.
  13. Unternimm anfangs Fahrten von nur ein paar Minuten. Dehne die Zeitspanne immer weiter aus.
  14. Um dem Berner Sennenhund die Transportkiste und das Autofahren schmackhaft zu machen, fahrt zu neuen Orten und geht dort spazieren oder besucht gemeinsam Freunde, die Hundeschule o.Ä. So wird der Berner schnell begreifen, dass der Aufenthalt in der Box sich lohnt, weil es beim Aussteigen immer etwas Spannendes zu entdecken gibt.

Berner Sennenhund im Auto – So bereitest Du Dein Fahrzeug vor

Bevor Du Dein Auto hundetauglich ausstattest und auf den Urlaub vorbereitest, solltest Du überlegen, ob das Fahrzeug selbst wirklich gut für den Transport eines Berner Sennenhundes geeignet ist. Den Welpen unterzubringen ist sicherlich kein Problem, doch einen ausgewachsenen Berner? In einigen Hundeforen wird darum heiß diskutiert, welcher Pkw der beste für den großen Schweizer ist. Da die Beförderung des Hundes auf dem Rücksitz eher problematisch und nicht wirklich sicher ist, gehört der Berner Sennenhund im Auto eigentlich besser in den Kofferraum. Besonders, wenn Du häufig mit dem Vierbeiner unterwegs bist, sollte also die Unterbringung des Hundes so komfortabel wie möglich sein.

Berner Sennenhund im Auto transportieren
Berner Sennenhund im Auto transportieren: so fährt der Hund sicher mit.

Wenn allerdings der Berner Sennenhund den gesamten Platz im Kofferraum einnimmt oder dort seine große und sperrige Transportbox steht, stellt sich natürlich eine weitere Frage: Wohin mit dem Reisegepäck? Bei zwei Personen bleibt die Rückbank frei und hier können Koffer und Co. verstaut werden. Wenn dort jedoch Kinder sitzen, bleibt nur ein Dachgepäckträger.

Nützliches Zubehör fürs Auto:

  • Schutzgitter zwischen Kofferraum und Fahrzeugraum
    Schutzgitter zwischen Kofferraum und Fahrzeugraum

    Hunderampe für einen schonenden Ein- und Ausstieg

  • Wasserfeste Schondecke für den Kofferraum, welche auch die Seiten schützt
  • Alternativ kann ein robuster Teppich zugeschnitten und dort ausgelegt werden
  • Faltbare Reisenäpfe für Fütterungen unterwegs
  • Schutzgitter zwischen Kofferraum und Fahrzeugraum

Wenn Du Deinen Berner lieber auf der Rückbank transportieren möchtest:

  • Frischluftgitter am Fenster sorgt für angenehme Brise, ohne dass der Hund herausspringen oder den Kopf hinausstrecken kann
  • Aufblasbare Sitzbankerweiterung, welche in den hinteren Fußraum gesteckt wird und so mehr Liegefläche bietet
  • Vordersitzbarriere verhindert das Springen in den Frontbereich

Wie fährt mein Berner Sennenhund sicher im Auto mit?

Das Auto ist die praktischste Variante, wenn Du mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub fahren willst. Du bestimmst selbst, wann Ihr losdüsen möchtet, wohin die Reise geht und Du kannst anhalten, wann immer Dir danach ist oder wenn es nötig wird. Kurze Pause, damit der Berner sein Beinchen heben kann? Kein Problem! Außerdem ist Zubehör immer in greifbarer Nähe. Zudem werden Hund und Herrchen bei Zwischenstopps zum Spazierengehen und Entdecken von schönen Flecken entlang der Route bei Laune gehalten.

Doch natürlich darf der Berner Sennenhund nicht einfach auf der Rückbank Platz nehmen. Laut Straßenverkehrsordnung darf die Sicherheit von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern nicht durch den Vierbeiner gefährdet werden und er muss dementsprechend gesichert werden. Wer mit einem unangeschnallten Hund erwischt wird, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen und es drohen Punkte in Flensburg.

Du hast folgende Optionen, für einen sicheren Transport des Berner Sennenhundes im Auto:

  • Transportbox
  • Sicherheitsgeschirr und Anschnallgurt
  • Kofferraum mit Abtrenngitter

Allerdings wird eine Sicherung mit Geschirr und Gurt nur bedingt empfohlen. Produkte mit nur einer Anbindung fielen beim Sicherheitstest des ADAC durch. Verwendet wurde dabei ein Hundedummy mit etwa 20 kg. Bei einem so schweren Hund, wie dem Berner, sollte also lieber eine andere Variante in Betracht gezogen werden, oder kaufe eine Sicherheitskombi zum Anschnallen mit zweifacher Anbindung.

Diese halten mehr aus. Achte auf einen guten Sitz des Geschirrs und eine ausreichende Polsterung (vor allem im Brustbereich). Der Gurtadapter, welcher zum einen ins Geschirr geklickt wird und zum anderen an die normale Anschnallvorrichtung im Auto, sollte so kurz wie möglich sein. Bei einem Aufprall oder Unfall kann der Berner nämlich nur so weit durchs Auto katapultiert werden, wie die Gurtlänge es zulässt.

Besitzer von Berner Sennenhunden entscheiden sich allerdings eher für den Transport im Kofferraum. Dies ist eine sehr bequeme Variante. Entweder mit einer dort eingebauten Box oder der gesamte Kofferraum wird mit einem Sicherheitsgitter von der übrigen Kabine abgetrennt.

Der Vierbeiner hat so mehr Bewegungsfreiheit und kann problemlos aus dem Fenster schauen. Empfehlenswert ist ein Gitter, welches am besten fest installiert wird. Ein teleskopartiges Schutzgitter, das nur eingeklemmt wird, hält einem Unfall nämlich womöglich nicht stand, verrutscht und der Berner kann in den Innenraum geschleudert werden.

Es sei außerdem noch anzumerken, dass ein Transport im Kofferraum ebenfalls nicht ganz ungefährlich für den Hund ist. Zwar sind andere Passagiere gut geschützt, allerdings erlaubt der Kofferraum (je nach Größe) recht viel Spielraum und der Vierbeiner wird bei einem Zusammenstoß hin und her geworfen. Wer sich für eine Box entscheidet, sollte diese zudem (wenn möglich) quer zur Fahrtrichtung ausrichten. Tests haben gezeigt, dass ein Unfall so am wenigsten gefährlich für ein Tier ist, und die Kräfte die auf es einwirken weniger groß sind. Die Transportbox ist also die sicherste Option.

Reisen mit Berner Sennenhund
Reisen mit Berner Sennenhund

Tipps für entspannte Autofahrten mit dem Berner Sennenhund

Hitze mag der Berner Sennenhund überhaupt nicht gerne. Fahre darum nie mit dem Auto an Urlaubsziele, die sehr schwül und warm sind. Da die Temperaturen im Pkw ebenfalls sehr schnell in die Höhe klettern können, vermeide Fahrten in den Mittagsstunden. Besser Ihr startet sehr früh morgens in den Urlaub oder fahrt in den Abend- bzw. Nachtstunden. So vermeidest Du außerdem die Stoßzeiten und läufst nicht Gefahr, in einen Stau zu geraten.

Wird es doch einmal zu heiß unterwegs, legt lieber eine längere Pause im Schatten ein. Biete dem Berner Sennenhund leicht gekühltes Wasser an, welches Du in einer Thermoskanne oder einer Kühltruhe mitnimmst. Achtung, wenn Dein Berner sehr stark hechelt, schnell und flach atmet, Gleichgewichtsstörungen hat oder sich erbricht. Es droht Hitzschlag! Handel schnell. Befeuchte zunächst die Pfoten mit kühlem (nicht eiskaltem!) Wasser und arbeite Dich langsam nach oben vor. Leg ein angefeuchtetes Handtuch oder T-Shirt um den Hund und sucht umgehend ein schattiges Plätzchen auf. Verschlechtert sich der Zustand, müsst Ihr schnellstmöglich zu einem Tierarzt. Packe in die Reiseapotheke mehrere selbstkühlende Kältekompressen zur Sicherheit. Umgehen kannst Du dieses Problem, wenn Du eine komfortable Klimaanlage im Auto installiert hast.

Sorge für Ablenkung und Spaß zwischendurch, insbesondere, wenn Ihr eine lange Anfahrt zum Ferienort habt. Leckere Kausnacks als Beschäftigung, ein schmackhaft gefüllter Kong, kurze Spaziergänge und vor allem regelmäßig etwas zu trinken und zu futtern vertreiben die Langeweile und den Hunger.

Sehr wichtig:
Niemals, unter keinen Umständen sollte der Berner Sennenhund im Auto zurückgelassen werden!!! Auch nicht für ein paar Minuten. Jedes Jahr sterben immer noch viele Hunde weltweit einen grausamen Tod, weil ihre Besitzer das Risiko eines warmen Pkw unterschätzen.

Selbst bei milden Außentemperaturen kann sich das Wageninnere innerhalb kürzester Zeit rapide erwärmen. Jeder, der schon einmal bei Sonnenschein etwas länger an einer Ampel halten musste, weiß, wie rasant schnell es unerträglich heiß werden kann.
Hunde regulieren ihre Temperatur über die Pfoten und vor allem über das Hecheln. Sie können allerdings nicht wie wir Menschen schwitzen. Über die Zunge und das schnelle Atmen verlieren sie jedoch ebenfalls Flüssigkeit, die nur durch Trinken wieder aufgefüllt werden kann. Ein Temperaturausgleich ist im warmen Fahrzeug irgendwann also nicht mehr möglich.

Es spielt dabei auch keine Rolle, ob die Fenster einen Spaltbreit offen sind. Es kommt zwar Sauerstoff hinein, aber keine kühle Luft. Schnell überhitzt der Hund und kollabiert. Kommt jetzt keine rechtzeitige Hilfe, stirbt der Hund.


Camping mit dem Berner Sennenhund – Geht das?

Camping ist eine hervorragende Idee, wenn Du mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub fahren möchtest. Campingurlaub ist Aktivurlaub und Ihr alle seid viel unterwegs und an der frischen Luft. Dein Berner wird es lieben. Aufgrund der vielen Hundefreunde, die mit Caravan und Wohnmobil reisen, haben die meisten Stellplätze nichts gegen vierbeinige Gäste einzuwenden. Und wenn doch? Einfach weiterfahren! Mit dem Wohnmobil hast Du Dein kleines Zuhause auf vier Rädern immer dabei und brauchst Dir um hundefreundliche Hotels keine Sorgen zu machen.

Berner Sennenhund am Meer
Berner Sennenhund am Meer

Natürlich sollte der Berner Sennenhund auch im Mobilheim ausreichend gesichert werden. Dafür gibt es Spezialumbauten und selbst Hersteller haben das Problem mittlerweile erkannt. So gibt es Platz für den vierbeinigen Freund in der umgebauten Heckgarage oder es wird Platz unter dem Bett geschaffen, sodass eine Transportbox dort Platz findet. Unter gar keinen Umständen darf der Berner Sennenhund sich frei im Wohnmobil bewegen. Dies mag verlockend sein, mutet das Innere doch wie eine kleine Wohnung an. Doch bei einem Unfall kann dieser Leichtsinn fatale Folgen haben. Für den Hund und auch für Dich. Nicht zuletzt machst Du Dich darüber hinaus noch strafbar. Fährst Du mit einem Wohnwagen in den Urlaub, so fährt der Hund natürlich vorne bei Dir im Auto mit. Hier gelten wieder die gleichen Sicherheitsregeln, wie oben bereits beschrieben.

Selbstverständlich gilt auch für Caravan und Mobilheim, dass der Berner Sennenhund dort nie allein zurückgelassen werden sollte. Auch hier kann sich das Wageninnere schnell aufheizen.


Mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub fliegen – Was muss ich beachten?

Zunächst solltest Du Dich fragen, ob es sich lohnt, den Berner Sennenhund dem Stress des Fliegens für ein oder zwei Wochen Badeurlaub wirklich auszusetzen. Egal, ob Langstrecke oder Kurzflug nach Spanien: Der Aufenthalt in einem klimatisierten Fracht- oder Gepäckraum ist sehr beängstigend für den Hund. All die fremden Gerüche, lauten Geräusche und die Druckschwankungen sind purer Stress.

Es gibt auch immer wieder Schreckgeschichten von verendeten Vierbeinern, die versehentlich in unklimatisierte Gepäckräume ohne Druckausgleich geschoben wurden oder wegen zu wenig Belüftung erstickt sind. Hinzu kommen Wartezeiten auf den Flughäfen und das Handling durch die Airportmitarbeiter. Eigentlich lohnt sich das Fliegen mit Berner Sennenhund nur, wenn Du beispielsweise Rentner bist und die Wintermonate komplett im Süden verbringst. Oder falls Du vorhast auszuwandern und den Hund gern mitnehmen möchtest.

Fliegen mit Berner Sennenhund
Fliegen mit Berner Sennenhund: worauf muss ich achten?

Wer mit dem Berner Sennenhund dennoch an Bord eines Flugzeuges möchte, sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Frage vorab bei der Airline, ob Hunde an Bord gestattet sind, ehe Du verbindlich buchst. Reisebüros können Dir bei der Auswahl behilflich sein und Dich beraten.
  • Einige Fluggesellschaften haben Auflagen für Hunde. Diese sollten unbedingt eingehalten werden, da ein Transport sonst in letzter Minute verweigert werden kann.
  • Manche Airlines befördern in den Sommermonaten keine Haustiere.
  • Buche immer einen Direktflug. Zwischenlandungen und lange Wartezeiten bedeuten mehr Stress
  • Kurzstrecke ist einem Langstreckenflug immer vorzuziehen.
  • Füttere den Hund etwa 12 Stunden vor Abflug das letzte Mal und geht in der Nähe des Flughafens noch einmal ausgiebig spazieren.
  • Fülle Eisklümpchen in den Trinkbehälter der Transportbox, so wird beim Verladen nicht so viel verschüttet und der Wasservorrat hält länger
  • Siehe zu, wie der Berner Sennenhund verladen wird, oder frag beim Bodenpersonal nach.
  • Bei sehr ängstlichen Tieren kann der Tierarzt Beruhigungsmittel verabreichen.
  • Ist der Hund bereits an Bord der Maschine, der Abflug verzögert sich jedoch, so bitte das Flugpersonal, nach Deinem Vierbeiner zu sehen. Bei langen Verspätungen kann es nötig sein, den Hund noch einmal aus dem Gepäckraum herauszuholen. Dies gilt besonders, bei sehr heißen Außentemperaturen.
  • Hänge ans Halsband Deines Berners einen Adressanhänger mit Deinem Namen und Telefonnummer.
  • Hole den Berner Sennenhund nach der Landung umgehend ab und lasse ihn nicht zu lange warten.

So bereitest Du die Transportbox sicher für den Flug vor:

  • Verwende eine Transportbox geeigneter Größe. Der Berner soll darin stehen und sich umdrehen können.
  • Polstere die Box gut und bequem aus und verwende eine saugfähige Unterlage, falls der Hund sich auf dem Flug doch lösen muss.
  • Markiere mit Pfeilen, wo bei der Transportkiste oben ist.
  • Schreibe groß und gut lesbar „Lebendes Tier“ auf die Box, um das Flughafenpersonal darauf aufmerksam zu machen.
  • Wer den Namen seines Berners ebenfalls draufschreibt, gibt dem Personal die Möglichkeit, den Hund direkt anzusprechen.
  • Lege ein Lieblingsspielzeug hinein und/oder eine vertraut riechende Decke – dies gibt Sicherheit
  • Ein kleiner Kausnack vertreibt die Langeweile (nicht Hunden unter Einfluss von Beruhigungsmitteln anbieten!)

Besonders wichtig ist auch eine gute Kennzeichnung von Transportbox und Hund gleichermaßen. Sollte der Vierbeiner (was äußerst selten vorkommt) doch im falschen Flieger landen, am Flughafen nicht verladen werden oder Ähnliches, so muss er eindeutig zuzuordnen sein. Neben einem Halsband mit den Kontaktdaten des Besitzers sollte darum immer auch eine Klarsichtfolie an der Box angebracht werden, in welche die wichtigsten Daten und Dokumente gehören (als Kopie):

  • Name, Adresse (auch die vom Urlaubsziel) und Telefonnummer
  • Angaben zum Hund, wie Name, Alter, Farbe, Rasse
  • Ein Foto hilft zur besseren Identifizierung, sollte Dein Berner z.B. aus der Transportkiste ausbrechen
  • Erwähne Besonderheiten: Allergien, auffällige körperliche Merkmale, Verhaltensweisen
  • Transpondernummer
  • Kopie des Heimtierausweises
  • Notfallkontakt

Mit dem Zug zum Urlaubsort – Darf der Berner Sennenhund mitfahren?

Ja, Hunde sind in Zügen grundsätzlich erlaubt. Allerdings gelten Vorschriften, die einzuhalten sind. Diese können je nach Bahngesellschaft variieren. Bei der Deutschen Bahn beispielsweise muss der Berner Sennenhund einen Maulkorb tragen und immer an der Leine gehalten werden. Geht die Reise über die deutsche Grenze hinaus, so erkundige Dich unbedingt über weitere Beförderungsbedingungen in den ausländischen Zügen. Wer sich nicht an die Transportbedingungen hält, kann schlimmstenfalls des Zuges verwiesen werden.

Zugfahrt mit Berner Sennenhund
Zugfahrt mit Berner Sennenhund: darauf musst Du achten.

Lass den Berner Sennenhund außerdem nicht auf freien Plätzen liegen, selbst, wenn der Zug fast leer ist. Und in den Speisewagen dürfen aus hygienischen Gründen nur die Zweibeiner. Packe also genügend Proviant ein oder besucht das Bordrestaurant abwechselnd, sodass einer immer beim Hund bleibt und er nie unbeaufsichtigt ist.

Bei City Night Line und in Autozügen der DB gelten feste Pauschalen für Hunde, die direkt an Bord gezahlt werden (z.Z. 30 €, Stand Juni 2016). Dabei ist der Berner Sennenhund jedoch nur an Bord gestattet, wenn Du ein komplettes Abteil zur alleinigen Nutzung gebucht hast. In anderen Zügen des internationalen Bahnverkehrs zahlt der Vierbeiner hingegen den halben Fahrpreis der 2. Klasse, und zwar unabhängig davon, welche Klasse Du für Dich gebucht hast. Möchtest Du innerhalb Deutschlands verreisen, wird hingegen immer der halbe Fahrpreis fällig, unter bestimmten Bedingungen wird der Hund jedoch auch als vollwertiger „Erwachsener“ berechnet. Bitte beachte, dass die Mitnahme von großen Hunden nach Italien nicht gestattet ist.

So bringt der Zug Dich und den Berner Sennenhund relaxed in die Ferien

  • Übe unbedingt das Bahnfahren mit Hund, bevor es auf die erste lange Reise geht.
  • Wenn es möglich ist, sollten An- und Abreise nicht am Wochenende erfolgen oder zu Hauptverkehrszeiten, wie etwa im Berufsverkehr.
  • Füttere den Hund ein paar Stunden vor der Fahrt das letzte Mal.
  • Damit die Fahrt entspannt wird und der Vierbeiner müde ist, geht vor der Abfahrt noch einmal ausgiebig Gassi.
  • Bei langen Zugfahrten bieten sich Zwischenstopps an, bei denen die Umstiegszeiten ruhig etwas länger ausfallen dürfen. So hat der Berner Gelegenheit, sich unterwegs zu lösen. Direktfahrten solltest Du hingegen nur buchen, wenn die Anreise nicht allzu lang ist.
  • Beachte die Leinen- und Maulkorbpflicht und lasse den Hund nie unbeaufsichtigt.
  • Nimm Wasser, Futter und natürlich Näpfe für den Hund mit.
  • Kausnacks und Spielzeuge sorgen für Beschäftigung und vertreiben Langeweile
  • Bequem und praktisch sind Fahrten mit dem Nachtzug. Vorher noch einen langen Spaziergang machen und genau wie zu Hause schläft der Hund einfach durch.
  • Denke an Kotbeutel und andere Utensilien, um die Hinterlassenschaften Deines Vierbeiners einzusammeln, oder falls ein Malheur auf Bahnsteig oder im Zug passiert. Hilfreich sind auch Küchenrolle, Feuchttücher und ein angenehmes Raumspray.

Was muss ich für den Berner Sennenhund ins Reisegepäck einpacken? – Eine Checkliste

EU Heimtierausweis Berner Sennenhund
Fährt der Berner Sennenhund ins EU-Ausland ist der EU Heimtierausweis Pflicht.
  • Leine und Halsband (ggf. auch Ersatz)
  • Evtl. Maulkorb
  • Futter, falls es die gewohnte Marke am Urlaubsort nicht gibt
  • Kausnacks und Spielzeug
  • EU-Heimtierausweis (innerhalb Deutschlands reicht das gelbe Impfbuch)
  • Reiseunterlagen und Dokumente (Flugticket usw.)
  • Chipnummer (normalerweise im Heimtierausweise vermerkt)
  • Telefonnummer von Tasso (bei Verlust oder Diebstahl des Berners)
  • Ggf. Transportbox
  • Ggf. Zubehör fürs Auto (Schondecke, Frischlustgitter usw.)
  • Schlafdecke
  • Handtücher (für Regenwetter oder nach Besuchen am Strand)
  • Wasser- und Fressnapf
  • Pflegezubehör
  • Kopie der Hundehaftpflicht
  • Kotbeutel, Küchenrolle, Raumspray, Feuchttücher
  • Reiseapotheke (Wundsalbe, Pinzette, Bandage, Kältekompresse o.Ä.)
  • Telefonnummer/Adresse des nächstgelegenen Tierarztes am Urlaubsort

Mein Berner Sennenhund kann nicht mit in den Urlaub fahren – Was nun?

Nicht immer ist es möglich, mit dem Berner Sennenhund in den Urlaub zu fahren. Das Ferienziel ist womöglich zu weit entfernt, die Anreise zu beschwerlich, der Hund zu alt, das Klima zu heiß oder andere Gründe können gegen eine Mitnahme des Vierbeiners sprechen. Damit die Trennung für den Hund nicht allzu stressig wird, solltest Du für eine gute Unterbringung sorgen, in der sich der Hund wohlfühlt und die ihm vertraut ist. Am besten, wenn sich Freunde oder Familienmitglieder um den Berner kümmern können, die er ohnehin kennt und bei denen Ihr häufig gemeinsam zu Besuch seid.

Damit Dein Vierbeiner jedoch nicht unter Trennungsängsten leidet, übt das Übernachten bei Bekannten vorab. Zunächst kann er einen kompletten Tag dort verbringen oder eine Nacht, dann beispielsweise ein Wochenende. Bei diesem Probewohnen kann sich übrigens auch die Urlaubsbetreuung an die Zeit mit dem Hund gewöhnen und darauf einstellen.

Wer keine Unterbringung bei Freunden organisieren kann, der bucht ein Hundehotel. Hier solltest Du Schnuppertage und Probenächte in Anspruch nehmen oder den Berner Sennenhund für 1-2 Tage zur Eingewöhnung dort einchecken. Meistens wird den vierbeinigen Gästen dort viel Unterhaltung geboten und sogar Freilauf mit anderen Artgenossen. So wird die Zeit dort spannend und Deine Abwesenheit ist (hoffentlich) nicht allzu schlimm. Denke daran: Je mehr sich der Berner Sennenhund in seiner Urlaubsunterkunft wohlfühlt, umso leichter fällt der Abschied und Du kannst den Urlaub entspannter genießen.

Eine weitere Alternative sind übrigens Urlaubspaten. Diese sorgen kostenlos für Deinen Berner, wenn du dafür im Gegenzug auf das Haustier des Paten aufpasst, wenn dieser in den Urlaub fährt.

Was macht eine gute Hundepension aus?

Natürlich soll der Aufenthalt in einer Tierpension für den Berner Sennenhund so angenehm wie möglich sein und ihm bestenfalls ebenfalls einen schönen „Urlaub“ bescheren. Viel Abwechslung und Beschäftigung lenken den Vierbeiner dabei von der Trennung ab und verkürzen die Zeit Deiner Abwesenheit ein wenig. Nichtsdestotrotz wird er Dich natürlich vermissen, darum ist eine gute Betreuung besonders wichtig. Hier einige Punkte, an denen Du ein gutes Hundehotel erkennst:

  • Geschultes und tierliebes Personal
  • Gepflegte Räumlichkeiten
  • Innen- und Außenanlagen
  • Tierarzt auf Abruf erreichbar
  • Sonderfälle werden berücksichtigt (Läufige Hündin, Medikamentengabe, Specialfutter)
  • Gesundheitsvorschriften, wie Impfungen, Wurm- oder Flohkuren vor Aufenthalt, damit Ansteckungen vermieden werden
  • Gemeinsame Unterbringung von Hundes des gleichen Halters
  • Gassi- und Spielzeiten für jeden Hund
  • Freilauf mit anderen Hunden bei entsprechender Sozialverträglichkeit
  • Anzahl der vierbeinigen Gäste ist überschaubar
  • Evtl. kostenlose Probeübernachtung oder Probetag
  • Webcams in den Unterbringungen, sodass Herrchen und Frauchen den Berner vom Urlaubsort aus „besuchen“ können

Zu Hause ist es auch schön – Urlaub mit dem Berner Sennenhund auf Balkonien

Du fährst dieses Jahr nicht in die Berge oder ans Meer? Macht doch nichts! Genieße Deinen Urlaub einfach zu Hause und lass auf Balkonien oder im Garten die Seele baumeln. Deinen Berner Sennenhund wird es jedenfalls freuen, Dich für ein oder zwei Wochen rund um die Uhr zu sehen und gemeinsam könnt Ihr viel erleben. Ein paar Ideen für die Ferien?

  • Geht an neuen Orten ausgiebig spazieren
  • Besucht einen See oder Strandabschnitt, an dem Hunde erlaubt sind und baden dürfen
  • Stelle ein robustes Planschbecken oder einen Sprinkler im Garten auf
  • Versuche einmal Geocaching mit Deinem Hund (eine Art Schatzsuche mit GPS und Handy)
  • Probiert eine Hundesportart aus oder verbessert eine bereits bekannte
  • Trainiert neue Tricks ein
  • Besucht einen „Social Walk“ oder einen Workshop in der örtlichen Hundeschule
  • Unternehmt Wanderungen oder Radtouren

Wie gewöhne ich meinen Berner Sennenhund an das Laufen neben dem Rad?

Damit Radtouren möglichst stressfrei und ungefährlich für Hund und Halter verlaufen, sollte das Traben neben dem Rad natürlich zuvor geübt werden. Steige nicht einfach auf den Drahtesel und fahr los! Dies kann böse Unfälle nach sich ziehen. Am besten, Du nimmst das Fahrrad zunächst einfach auf die normalen Spaziergänge mit. Schiebe es erst auf der dem Hund abgewandten Seite, später dann gehört es zwischen Dich und den Hund.

Hat der Berner keine Angst (mehr) vor dem Zweirad, so steig auf und fahre langsam los. Nimm die Leine dabei so in die Hand, dass sie im Zweifelsfall sofort losgelassen werden kann. Wickel eine Leine keinesfalls um Handgelenk, Finger oder den Lenker! Für den Anfang reichen sehr kurze und langsame Fahrtstrecken zur Gewöhnung für den Hund. Läuft er brav nebenher, viel loben und Leckereien reichen. Dehne die Intervalle, in denen Du in die Pedale trittst, aus und erhöhe das Tempo mit der Zeit. Die Geschwindigkeit sollte jedoch für den Berner Sennenhund angenehm und nicht zu flott sein. Beachte die individuelle Kondition des Vierbeiners und pass Radtouren auch dem Alter entsprechend an.

Wenn es schließlich auf große Fahrt geht, kann der Berner natürlich auch frei nebenher laufen, wenn es die Umgebung zulässt. Es versteht sich von selbst, dass er hierfür absolut zuverlässig abrufbar sein sollte. Du kannst natürlich auch weiterhin die Leine in der Hand halten. Besser ist jedoch ein Fahrradhalter, wie der bekannte Springer oder auch Dogrunner. Diese Metallkonstruktion hält den Vierbeiner auf sicheren Abstand und dank Federung, werden Ziehen und Ruckeln des Berner Sennenhundes ausgeglichen, sodass Dich nichts so schnell aus dem Sattel wirft.

Weitere Vorteile:

  • Du hast die Hände frei
  • Keine Leine. Der Hund ist direkt über den Abstandshalter befestigt
  • Dein Berner kann nicht gegen das Fahrrad laufen oder zwischen die Speichen kommen
  • Plötzliche Bewegungen werden abgefedert und das Rad kann nicht so leicht kippen
  • Eine Sicherheitsvorrichtung kappt die Verbindung zum Fahrrad, sollte ein Hindernis zwischen Dich und den Vierbeiner kommen (z.B. Laternenpfahl)
  • Setze auf Qualität und Sicherheit! Kaufe nur vom TÜV geprüfte Modelle

Macht unterwegs häufiger kleine Verschnaufpausen, in denen Du dem Berner etwas zu Trinken und einen kleinen Snack anbietest. Füttere ihm jedoch keine vollwertige Mahlzeit, da Bewegung nach dem Fressen eine Magendrehung begünstigen kann.

Ist Dein Berner Sennenhund noch sehr jung, sollte übermäßige Belastung unbedingt vermieden werden und der Vierbeiner nicht so lang nebenher laufen. Ältere Kaliber sind hingegen oft nicht mehr so fit, brauchen längere Pausen und sind eher aus der Puste. Für solche Fälle eignet sich ein Fahrradanhänger, in dem der Hund bequem mitfahren kann oder dort Platz nimmt, wenn seine Kondition aufgebraucht ist. So können auch Senioren noch ohne Probleme an Familienaktivitäten teilnehmen. Achte beim Kauf eines Fahrradanhängers darauf, dass er für das Gewicht und die Größe des Berners geeignet ist.


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